12. Juni

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1716[Bearbeiten]

"Am 12. Juni 1716 wurden zwei Verbrecher zwischen dem Siechen- und Grimmelthore enthauptet. Der eine war Joh. Adam Demantin aus Mailand, 18 Jahre alt, der am 6. Jan. Abends um 10 Uhr einen hiesigen Bürger am Pferdemarkte gestochen hatte, daß derselbe am folgenden Tage starb. Damantin trat im Gefängniß freiwillig vom Papstthume ab, wollte auch nicht wieder zum Katholicismus zurückkehren, obgleich einige Domherren ihm Hoffnung machten, sich alsdann seiner anzunehmen. Er war sehr gefaßt bei der Hinrichtung und erlangte die Gnade, in eine Ecke an dem Hospitale S. Cyriaci begraben zu werden. - Der andre war Heinr. Ludw. Gilian aus Stockholm, ein geschickter Schlossergesell. Dieser hatte am 6. Jan. seine Meisterin die Wittwe Langenhagen, als sie nach dem Abendbrote zwischen 7 und 8 Uhr am Tische sitzend das Lied sang: Was Lobes soll man die, o Vater, singen - dreimal mit einem Beile in den Kopf gehauen, worauf dieselbe am andern Morgen zwischen 10 und 11 Uhr gestorben war. Die Meisterin hatte ihm früher Hoffnung gemacht, ihn zu heirathen, war aber darauf andern Sinnes geworden; deshalb wollte der Gesell sich rächen. - Als er zur Hinrichtung vor dem Vogel vorüber geführt wurde, that er sehr erbärmlich und nahm Abschied von den Nachbarn, die er aufforderte, sich an seinem Beispiele zu spiegeln. Auch erlangte er nach einem Fußfalle vor dem peinlichen Gerichte die Gnade, daß sein Körper in einem Sarg gelegt und unter dem Galgen begraben wurde.“[1]

1860[Bearbeiten]

Carl Welz wird geboren.

1910[Bearbeiten]

Am 12. Juni 1910 wurde das 50jährige Jubiläum des „Harz-Rigi“ gefeiert.[2]

1925[Bearbeiten]

Am 12. Juni wird Martin Borchardt, Liegnitz, zum Zweiten Bürgermeister gewählt.

1954[Bearbeiten]

Am 12. Juni erfolgt die Eröffnung des neuen Kinos mit dem Namen „Lichtspieltheater der Neuen Zeit“ in der Töpferstraße. Das Kino bietet 800 Zuschauern Platz.

1958[Bearbeiten]

Am 12. Juni 1958 wurde in Nordhausen die Politikerin Petra Köpping geboren.[3]

1982[Bearbeiten]

Wie fast jedes Jahr im Sommer werden die Bewohner Nordhausens am 12. Juni zum sparsamen Wasserverbrauch aufgerufen. Dazu werden Zahlen veröffentlicht. Verbraucht ein Einwohner 150 Liter pro Tag, so verbraucht ein Bewohner der Stolberger Straße im Neubaugebiet 250 bis 300 Liter. Das liegt an den niedrigen Warmwasserpreisen und daran, dass viele Personen, bevor sie eine Neubauwohnung bezogen, Wohnungen ohne Bad hatten und nun dem neuen und preiswerten Luxus des Badens frönen.[4]

1994[Bearbeiten]

Am 12. Juni 1994 findet die Kommunalwahl zum Stadtrat der Stadt Nordhausen und zum Kreistag des Landkreises Nordhausen statt. Der Ausschuß für Vergangenheitsbewältigung und Petitionen des Kreistages Nordhausen (1990 bis 1994) stellte seine Tätigkeit mit Ende der Legislaturperiode 1990/1994 ein.[5]
Zudem findet die Landrats- und Oberbürgermeisterwahl statt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Förstemann & Lesser: Historische Nachrichten … Seite 427 f.
  2. Kuhlbrodt: „Harz-Rigi“
  3. Sächsischer Landtag: Petra Köpping Abgerufen am 3. Juni 2013.
  4. Stadtarchiv Nordhausen (Hrsg.): Chronik der Stadt Nordhausen : 1802 bis 1989. Horb am Neckar: Geiger, 2003.
  5. JIS Jödicke Info-Service i. Nordhausen a. Harz. Ich über mich