22. Juni

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1746[Bearbeiten]

Am 22. Juni 1746 „wurde eine Magd von der Lehmgrube am Lindei erschlagen.“[1]

1760[Bearbeiten]

Am 22. Juni 1760 „kam von dem englischen Generalcommissarius bei der alliirten Armee Mich. Hatton der schriftliche Befehl an den Rath, 30 vierspännige Wagen, in den nächsten Tagen nach Cassel zu schicken und am folgenden Tage kam die Forderung, 30 Proviantknechte dahin zu senden.“[2]

1796[Bearbeiten]

Am 22. Juni 1796 „schrieben die Gesandten der kreisausschreibenden Fürsten (der preußische Minister v. Dohm und der hannöversche Hofrichter v. Münchhausen), der Rath möge wegen seines Ranges gegen die Stadt Hamburg, die auf dem vorigen Kreistage nicht gewesen sei, berichten, desgleichen ob er Früchte, Stroh und Heu zur Verpflegung der Truppen in Natura liefern wolle. Zugleich wurde angezeigt, wie viel die Demarkationslinie täglich etwa kosten würde.“[3]

1804[Bearbeiten]

Die Einführung einer Feuerversicherung für Nordhausen datiert vom 22. Juni 1804. Es ist die Magdeburgische Landes-Feuer-Societät, und der Gesamttaxwert der Gebäude in der Stadt soll 1 742 825 Taler betragen haben.

1809[Bearbeiten]

Am 22. Juni ist das französische Armeekorps zur Verfolgung Schills hier auf dem Rückzug. Es sind 4000 Holländer mit Artillerie. Sie tragen kräftige Spuren des Kampfes in Stralsund noch an sich. Das 6. Regiment ist in Trauer. Es trägt schwarzen Flor um die Fahnen und um die Degen, weil sie den Regimentskommandeur, den General und zwei Oberste im Straßenkampf am 31. Mai in Stralsund verloren haben. Der Durchzug der Truppe, ihre Berichte über ihre Abrechnung mit den Schillschen Soldaten sowie ihr grausames Geschenk für Jerome wirken tief auf die Nordhäuser Bürger. Der Feldarzt der Holländer hat den Kopf Schills bei sich, den man dann in Kassel vorzeigt, um sich das versprochene Kopfgeld geben zu lassen.[4]

1840[Bearbeiten]

In der Stadt findet am 21. und 22. Juni ein großes Gesangfest statt, an dem 19 Männerchöre teilnehmen. Am Vormittag des 22. Juni ziehen um 9 Uhr alle Chöre vom Kornmarkt in das Gehege, wo das Fest stattfindet. Am Nachmittag wird eine Festtafel mit Gesang eröffnet, für die im Garten des Gastwirtes Lux ein großes Zelt aufgestellt wurde, das 1200 Gäste fasst. Eine Sammlung für die Armen der Stadt, die während des Festmahles veranstaltet wird, erbringt eine Summe von fast 35 Talern.[4]

1907[Bearbeiten]

Am 22. Juni werden die Gaskandelaber auf dem Kornmarkt und in der Rautenstraße durch Bogenlampen ersetzt.[4]

1928[Bearbeiten]

Am 22. Juni wird im Altendorf der Grundstein für ein Pfarrhaus mit Gemeindesaal gelegt.[4]

1983[Bearbeiten]

Otto Reckstat, Symbolfigur der Arbeitererhebung am 17. Juni 1953 in Nordhausen, stirbt in Bremen.

2010[Bearbeiten]

Der Lehrer und Heimatforscher Hilmar Römer stirbt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Förstemann & Lesser: Historische Nachrichten … Seite 419
  2. Förstemann & Lesser: Historische Nachrichten … Seite 360
  3. Förstemann & Lesser: Historische Nachrichten … Seite 383
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Stadtarchiv Nordhausen (Hrsg.): Chronik der Stadt Nordhausen : 1802 bis 1989. Horb am Neckar: Geiger, 2003.