3. April

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1923[Bearbeiten]

Am 3. April wird die MABAG - Maschinen- und Apparatebau-Aktiengesellschaft gegründet. Sie geht aus den ehemaligen Reparaturwerkstätten der Deutschen Schachtbau AG, Rothenburgstraße 13, und der Tiefbau- und Kälteindustrie vorm. Gebhardt & Koenig, Grimmelallee 44/45, hervor.

1933[Bearbeiten]

Mit Wirkung vom 3. April 1933 wird Curt Baller als Oberbürgermeister vom Dienst suspendiert und in den Ruhestand versetzt.

1938[Bearbeiten]

Eine Woche vor der Volksabstimmung und Wahl zum Großdeutschen Reichstag veranstaltet der Kreisabschnitt Nordhausen der NSDAP am Nachmittag des 3. April auf dem Adolf-Hitler-Platz vor dem Neuen Rathaus eine „machtvolle Kundgebung“. Hauptredner Staatsrat Spaniol aus Berlin ruft in die Menge: „Ein einziger Soldat schuf das neue Reich und hat durch seine gewaltige Tat den Weltkrieg zugunsten Deutschlands entschieden.“ Zum Schluss äußert Kreisabschnittsleiter Witzel den Wunsch, daß er am 10. April mittags um 12 Uhr seinem Gauleiter melden könne, Nordhausen habe 100-prozentig mit „Ja“ gestimmt.[1]

1945[Bearbeiten]

Am 3. April, 16:00 Uhr, erlebt Nordhausen den ersten großen Luftangriff auf Nordhausen, der insbesondere die  unteren Stadtbezirke Stadering, Ludolfinger- und Albert-Traeger-Straße, Riemann- und Köllingstraße, vor allem aber die Fluren um Nordhausen und der nahegelegenen Gemeinden Bielen, Himmelgarten, Krimderode, Leimbach und Sundhausen trifft. In der Innenstadt sind erhebliche Schäden im Raum um die Neue Straße und Neustadtkirche (Jacobikirche), die obere Baltzerstraße, Hagen und Schützenstraße entstanden. Zahlreiche Tote sind zu beklagen.[1]

1948[Bearbeiten]

Der ehemalige Oberbürgermeister Herbert Meyer wird aus dem britischen Internierungslager Staumühle bei Bielefeld entlassen.

1960[Bearbeiten]

Anläßlich des 15. Jahrestages der Zerstörung der Stadt findet am 3. April um 10 Uhr auf dem Kornmarkt eine Gedenkveranstaltung statt. Die Ansprache hält das Mitglied des Deutschen Friedensrates, der Gothaer Schriftsteller Paul Schleip. Dem Ereignis ist auch eine Ausstellung zum Thema „Rückschau auf das frühere Stadtbild“ im Meyenburg-Museum gewidmet. Es sind Bilder von Otto Lange, Richard Thierbach und Hermann Wäscher zu sehen.[1]

1981[Bearbeiten]

Die erste Kreisdelegiertenkonferenz der Gesellschaft für Heimatgeschichte tritt am 3. April zusammen. Die Gesellschaft war am 17. Januar 1979 in Berlin gegründet worden. Ein Kreisvorstand hat sich in Nordhausen am 27. September 1980 konstituiert. Die erste Kreisdelegiertenkonferenz wählt Peter Kuhlbrodt zum Vorsitzenden. Die ehemalige Fachgruppe für Heimatgeschichte im Kulturbund geht in die neue Gesellschaft ein.

1982[Bearbeiten]

Am 3. April entschärft Major der Volkspolizei Helmut Zinke eine englische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Die 250-kg-Bombe war auf dem Gelände des VEG Tierzucht gefunden worden. Für Helmut Zinke war es die 201. in Nordhausen entschärfte Bombe.[1]

1987[Bearbeiten]

Am 3. April 1987 wird nach einer Kranzniederlegung am Mahnmal vor dem Rathaus der Turmknopf auf die fertige Turmhaube aufgesetzt, der vorher von Malermeister Reinhard Wagner mit 500 Gramm Blattgold belegt worden war. Vor dem Aufsetzen versenkt Stadtbaudirektor Dipl.-Ing. Detlef Zeitler eine Schatulle in den Knopf, die Münzen, Materialien von der 17. Stadtverordneten-Versammlung, Tageszeitungen und Fotos enthielt.[1]

1991[Bearbeiten]

Das Brandesbachtal in der Nähe Ilfelds wird offiziell als Naturschutzgebiet anerkannt. Das 229 Hektar umfassende Gelände ist damit das viertgrößte Naturschutzgebiet des Harzes.

2012[Bearbeiten]

Am 3. April 2012 gedenken über 200 Menschen der Opfer des Bombardements auf Nordhausen. Als Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) einen Gedenkkranz der NPD entfernt, kommt es zur Konfrontation mit dem Stadtrat Roy Elbert (NPD), der daraufhin vorläufig festgenommen wird.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Stadtarchiv Nordhausen (Hrsg.): Chronik der Stadt Nordhausen : 1802 bis 1989. Horb am Neckar: Geiger, 2003.