1920

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Geboren 1920   •   Gestorben 1920

Januar[Bearbeiten]

  • 1. Januar: In Nordhausen wird der Offizier und Ethnologe Bodo Spranz geboren.
  • 12. Januar: Oberstleutnant Walter Nicolai, im Krieg Chef des Nachrichtendienstes der Obersten Heeresleitung, spricht am 12. Januar im Saal der „Hoffnung“.
  • 27. Januar: Tausende von Metallarbeitern versammeln sich vor dem Rathaus und fordern die Erhöhung der Stundenlöhne um eine Mark. Mit diesem Ziel streiken etwa 1000 Metallarbeiter vom 29. Januar bis 12. Februar 1920.[1]
  • 30. Januar: Wilhelm Nebelung stirbt.

Februar[Bearbeiten]

März[Bearbeiten]

  • 7. März: Im Schützenhaus versammeln sich die Vertreter der Beschäftigten der deutschen Kautabakindustrie zu einer Reichskonferenz.[1]
  • 15. März: Am 15. März wird gegen 11 Uhr in Nordhausen der Generalstreik ausgerufen. In der Nordhäuser Volkszeitung heißt es: „Massen heraus! Auf die Schanzen! Wider die Gegenrevolution! Für die Republik!“
    Ein Aktions-Ausschuss verbreitet in den folgenden Tagen ein Mitteilungs-Blatt, das über den Stand des Kampfes gegen die Putschisten informiert. Die Stadtverordneten nehmen am 15. März folgende Entschließung an: Die Stadtverordneten-Versammlung erklärt: „Die deutsche Republik ist in Gefahr. In dieser Stunde ist jedes Mittel, die Gefahr zu beseitigen, zu ergreifen, um den Bestand der deutschen Republik zu sichern und die Reaktion zu beseitigen.“[1]

April[Bearbeiten]

Mai[Bearbeiten]

  • 5. Mai: Peter-Otto Kruse, aus der Familie des Kruse-Tabaks, wird geboren.
  • 12. Mai: In einer öffentlichen Frauenversammlung im Riesenhaus spricht Anna Nemitz, Mitglied des Parteivorstandes der USP, über das Thema „Die Frauen und die Reichstagswahl“.[1]
  • 30. Mai: Die Wahlen für die Elternbeiräte an Volks- und Mittelschulen finden mit sehr geringer Wahlbeteiligung am statt.[1]
    Im Reichstagswahlkampf tritt am 30. Mai im großen Saal der Drei Linden in einer Veranstaltung der USP der ehemalige preußische Kultusminister Adolf Hoffmann auf.[1]

Juni[Bearbeiten]

Juli[Bearbeiten]

August[Bearbeiten]

September[Bearbeiten]

  • 15. September: Der Stadtälteste Julius Bach stirbt.
  • 17. September: In einer von der Ortsgruppe der Kommunistischen Arbeiterpartei einberufenen öffentlichen Versammlung spricht Minna Faßhauer aus Braunschweig über „Die Frau in der Revolution“.[1]
  • 25. September: In Nordhausen versammeln sich die Stenographen aus ganz Deutschland zum Bundestag für Nationalstenographie.[1]

Oktober[Bearbeiten]

  • 28. Oktober: Auf Beschluss der Gesellschafterversammlung der Kondor-Flugzeugwerke wird in Nordhausen die Firma in Kondor-Werke, Gesellschaft für Holzbearbeitung m. b. H. umbenannt. Infolge der Verlegung des Sitzes der Gesellschaft von Essen nach Nordhausen wird die hiesige Zweigniederlassung zur Hauptniederlassung erhoben. Der Generaldirektor von Back-Begaver, Essen, wird zum Geschäftsführer mit Alleinvertretungs-Befugnis ernannt.[1]

November[Bearbeiten]

  • 7. November: Am 7. November findet die erste vorbereitende Besprechung zur Gründung einer Baugenossenschaft (Siebano) statt, die dazu dienen soll, die nach dem Krieg besonders drückende Wohnungsnot zu lindern.[1]
  • 27. November: Eine Ortsgruppe der Naturfreunde wird gegründet.[1]

Dezember[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 Stadtarchiv Nordhausen (Hrsg.): Chronik der Stadt Nordhausen : 1802 bis 1989. Horb am Neckar: Geiger, 2003.
  2. Magistrat der Stadt Nordhausen: Das tausendjährige Nordhausen., Band 2, Seite 271