1936

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Geboren 1936   •   Gestorben 1936

Januar[Bearbeiten]

  • 15. Januar: Wolf von Wolffersdorf, seit 1920 Landrat des Kreises Ziegenrück, wird am 15. Januar mit der kommissarischen Verwaltung des Landratsamtes des Kreises Grafschaft Hohenstein betraut.

Februar[Bearbeiten]

März[Bearbeiten]

  • 4. März: Die Branntwein- und Likörfabrik Emmert begehrt ihr 175-jähriges Jubiläum. Am 4. März 1761 kaufte Meister Johann Heinrich Emmert ein Haus am Kornmarkt mit Brenn- und Braugerechtigkeit.[1]
  • 15. März: Das Wehrfreiheitsdenkmal „Jung Siegfried“, von Professor Hubert Netzer geschaffen und vor dem Stadttheater aufgestellt, wird am 15. März 1936 geweiht. Die politisch Verantwortlichen betonen stolz, dass Nordhausen mit diesem Denkmal als erste deutsche Stadt ein Erinnerungs- und Mahnmal an die Verkündung der deutschen Wehrfreiheit am 16. März 1935 besitze. Das Denkmal ist von dem Nordhäuser Otto Kruse gestiftet worden.
  • 20. März: Die Sportfliegergruppe Nordhausen, die noch 1932/33 eine Flugzeughalle am Darrweg errichten ließ, zog am 20. März 1936 nach Ellrich zum Haidberg um.[2]

April[Bearbeiten]

  • 7. April: Nordhausen ist neue Garnisonstadt und etwa 500 Mannschaften, Unteroffiziere und Offiziere der neu gebildeten Luftwaffe marschieren mit klingendem Spiel, vom Fliegerhorst kommend, durch die Stadt zum Kornmarkt.[3] Der Kommandeur, Major Maaß, wird auf dem Kornmarkt von Oberbürgermeister Johannes Meister und Kreisleiter Hans Nentwig offiziell begrüßt.
  • 10. April: Der Reichs- und Preußische Minister des Innern empfiehlt in einem Runderlass an die Gemeinden, bei den Eheschließungen jedem Ehepaar das Buch des Führers „Mein Kampf" als Geschenk auszuhändigen. Die Kosten fallen als Sachkosten der Standesamtsführung den Gemeinden zur Last. Sie betragen für die Stadt Nordhausen jährlich 3000 bis 3500 RM.[1]

Mai[Bearbeiten]

Juni[Bearbeiten]

Juli[Bearbeiten]

  • 1. Juli: Die Siebano beginnt in Niedersalza mit dem Bau von 72 Kleinsiedlerhäusern. Das Baugelände der später so genannten Grenzlandsiedlung zwischen Hesseröder Straße, Salza und Holungsbügel soll in vier Abschnitten bebaut werden. Die Oberleitung übernimmt der Bau-Sachverständige der Siebano, Architekt Philipp Gunst.[1]
  • 2. Juli: Der Schulrat ordnet aus Anlass des 1000. Todestages von König Heinrichs I. an sämtlichen Volks- und Mittelschulen Nordhausens Schulferien an. Im Hof der Finkenburg wird eine allgemeine Feierstunde durchgeführt. Träger der Feier ist die Heinrich-Mittelschule, die Gedenkrede hält Mittelschullehrer Willy Rau.[1]

August[Bearbeiten]

September[Bearbeiten]

Oktober[Bearbeiten]

  • 16. Oktober: Bei einem Autounfall wird Oberbürgermeister Johannes Meister schwer verletzt. In dem Dienstwagen, der mit einem Geländewagen des Arbeitsdienstes zusammenstößt, befindet sich auch Stadtbaurat Otto Rost. Dieser wie auch der Chauffeur Rhaesa bleiben nahezu unverletzt.[1]
  • 28. Oktober: Klaus Großmann wird geboren.

November[Bearbeiten]

  • 9. November: Von Ende Oktober bis zum 9. November wird das Lutherdenkmal auf den Platz zwischen Nikolaikirche und Stadthaus versetzt. Der alte Brunnen vor dem Riesenhaus wird abgerissen und nicht wieder aufgebaut. Das Standbild Luthers erhält an seinem neuen Platz einen schlichten Sockel.[1]
  • 17. November: In Nordhausen wird die Luftnachrichten-Ersatzabteilung 11/13 stationiert. Sie besteht aus drei Kompanien unter dem Befehl des Majors Haenschke. An der Rothenburgstraße sind für die Luftnachrichten-Truppe Kasernen, Großgaragen und Tankstellen errichtet worden (Boelcke-Kaserne).

Dezember[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 Stadtarchiv Nordhausen (Hrsg.): Chronik der Stadt Nordhausen : 1802 bis 1989. Horb am Neckar: Geiger, 2003.
  2. Fred Dittmann: Fliegerhorst und Luft-Nachrichten-Schule 1, S. 10.
  3. Hans Martin Kromann: 110 Jahre Luftfahrt in und um Nordhausen, S. 72.