Herbert Otto
| Geb. | 1946 oder 1947 |
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Herbert Otto (geb. 1946 oder 1947) war Diplomstaatswissenschaftler und Bürgermeister von Nordhausen (1981-1985).
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadtverordneten-Versammlung berief am 25. März 1981 Bürgermeister Friedrich Lande von seiner Funktion ab und den 34jährigen Herbert Otto zum neuen Bürgermeister. Mit ihm begann der zweite Nordhäuser Bürgermeister eine Beziehung zur Schiffsbesatzung des Motorschiffs (MS) „Nordhausen“.[1][2]
Im Rahmen von „Einwohnerforen“ zog Otto am 31. August 1982 eine positive Bilanz zur Nordhäuser Wohnungspolitik. So sollen sich im ersten Halbjahr für 855 Bürger die Wohnverhältnisse verbessert haben und es konnten 329 Wohnungen neugebaut und modernisiert werden.[3]
Ende 1984/Anfang 1985 war man im Rathaus von der zu erwartenden Schrift des späteren Bürgermeisters Manfred Schröter "Die Zerstörung Nordhausens und das Kriegsende im Kreis Grafschaft Hohenstein 1945 : Beiträge zur Heimatkunde aus Stadt und Kreis Nordhausen (Sonderausgabe 1985)" so begeistert, dass der damalige Bürgermeister Otto die geplante Auflage auf 5.000 Exemplare verdoppeln ließ. Am 29. März 1985 verfügte das Sekretariat der SED-Kreisleitung Nordhausen die Beschlagnahme der gesamten Auflage (Verkaufswert 30 000 M) der Broschüre und deren Sicherstellung in einem versiegelten Raum.[4] Am 1. April 1985 berief die Stadtverordneten-Versammlung ihn als Bürgermeister der Stadt Nordhausen ab. (Beschluss Nr. 40-112/1985)[5] Peter Heiter wurde zu seinem Nachfolger bestimmt. Otto übernahm eine Funktion beim Rat des Bezirkes Erfurt.[6]
Trivia
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Herbert Otto ist nicht mit dem gleichnamigen Leiter der Feuerwehr Nordhausen zu verwechseln.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Markus Veit, Günther Stanislowsky, Thomas Müller: Die Gesichter hinter der Rolandsgruppe. (= Nordhausen im Sozialismus; Band 1). Atelier Veit, Nordhausen 2008, ISBN 978-3-9811739-2-5, S. 07 (Foto)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Stadtarchiv Nordhausen (Hg.): Chronik der Stadt Nordhausen. 1802 bis 1989. Horb am Neckar: Geiger, 2003. S. 532.
- ↑ Jörg-Michael Junker: Das Motorschiff (MS) „Nordhausen“ und seine Patenschaftsbeziehungen. In: Beiträge zur Geschichte aus Stadt und Kreis Nordhausen (Band 26/2001). Nordhausen: Neukirchner, 2001. S. 58.
- ↑ Stadtarchiv Nordhausen (Hg.): Chronik der Stadt Nordhausen. 1802 bis 1989. Horb am Neckar: Geiger, 2003. S. 537.
- ↑ Manfred Schröter: Ein Blick zurück. 45 Jahre unter kommunistischer Herrschaft in Nordhausen. Herzberg: Verlag E. Jungfer, 1992. S. 74
- ↑ LANDESARCHIV THÜRINGEN, Hauptstaatsarchiv Weimar.
- ↑ Stadtarchiv Nordhausen (Hg.): Chronik der Stadt Nordhausen. 1802 bis 1989. Horb am Neckar: Geiger, 2003. S. 544.
- 1802–1868
Johann Grünhagen (1802–1822) | Carl Seiffart (1822–1832) | Heinrich Karl Kölling (1832–1839) | August Christoph Götting (1839–1847) | Moritz Eckardt (1847–1851) | Gottlieb Ullrich (1851–1868)
- 1868–1945
Julius Riemann (1868–1885) | Karl Hahn (1885–1892) | Kurt Schustehrus (1892–1899) | Carl Contag (1899–1924) | Curt Baller (1924–1933) | Heinz Sting (1933–1935) | Johannes Meister (1935–1942) | Herbert Meyer (1943–1945)
- 1945–1990
Otto Flagmeyer (1945) | Richard Senger (1945) | Karl Schultes (1945–1946) | Hans Himmler (1946–1952) | Alfred Meyer (1952–1953) | Heinz Andree (1953–1957) | Fritz Gießner (1957–1963) | Kurt Juch (1963–1973) | Fritz Lande (1973–1981) | Herbert Otto (1981–1985) | Peter Heiter (1985–1990)
- seit 1990
Olaf Dittmann (1990) | Manfred Schröter (1990–1994) | Barbara Rinke (1994–2012) | Klaus Zeh (2012–2017) | Kai Buchmann (seit 2017)