Leonhard Jacobi

Aus NordhausenWiki
Leonhard Jacobi
[[Bild:|220px|Leonhard Jacobi]]
Jacobi, Leonhardus (Northusius);
Jacobus, Leonhardus;
Jacob, Leonhard;
Iacobi, Leonhard
geb. ca. 1515 in Nordhausen
gest. zwischen 1552 und 1570
Pfarrer, Reformator
Bilder und Medien bei Commons
Wikidata: Datensatz
GND-Nummer 119720116
DNB: Datensatz

Leonhard Jacobi (geb. vermutlich 1515 in Nordhausen; gest. zwischen 1552 und 1570) war lutherischer Geistlicher und theologischer Autor während der Reformationszeit. Er wirkte als Pfarrer in verschiedenen mitteldeutschen Städten und verfasste zahlreiche Schriften zur Verteidigung und Verbreitung der lutherischen Lehre.

Herkunft und Ausbildung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Quellen über Jacobis frühe Jahre sind spärlich. Seine erste dokumentierte Erwähnung findet sich in der Matrikel der Universität Erfurt, wo er im Frühjahr 1533 zusammen mit den Söhnen des Humanisten Eobanus Hessus eingeschrieben wurde. Aus einer Fürsprache, die Justus Jonas 1545 für den damals inhaftierten Jacobi einlegte, lässt sich erschließen, dass dieser zu jenem Zeitpunkt ein noch junger Mann gewesen sein muss. Jonas bezeichnete ihn als unerfahren und jugendlich, was auf ein Alter von deutlich unter dreißig Jahren hinweist. Rechnet man von der Immatrikulation zurück, ergibt sich als wahrscheinliches Geburtsjahr 1515.

Über seine Familie ist wenig bekannt. Seine Eltern wünschten sich 1539 ihren Sohn in der Nähe, weshalb dieser eine Lehrerstelle im Mansfelder Land aufgab. 1543 legte Jacobi in Nordhausen den Bürgereid ab, was üblicherweise mit Heirat oder beruflicher Selbstständigkeit zusammenfiel. Zwei Jahre später hatte er bereits mehrere Kinder; ein Sohn namens Albert verstarb im September 1545 im Säuglingsalter.

Wo Jacobi seinen Magistergrad erwarb, ist ungeklärt. Das Wittenberger Ordinationsregister vermerkt, dass er bereits als Geistlicher tätig war, bevor er nachträglich ordiniert wurde – eine damals nicht unübliche Praxis bei Personalmangel.

Frühe Tätigkeiten (1539-1545)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jacobis erste nachweisbare Anstellung war 1539 als Lehrer im Mansfelder Gebiet. Diese Position gab er auf Wunsch seiner Eltern auf. 1540 unterrichtete er an der Schule bei St. Stephan in Halberstadt. Anschließend kehrte er nach Nordhausen zurück, wo er vermutlich eine Vertretungsstelle als Geistlicher übernahm und 1543 heiratete.

Seine erste literarische Arbeit, eine Auslegung eines Weihnachtsliedes, erschien 1544. Kurz darauf veröffentlichte er eine kommentierte Ausgabe eines Dialogs von Erasmus Alberus, die er dem Nordhäuser Rat widmete. In der Vorrede äußerte er die Hoffnung, bald eine feste Pfarrstelle außerhalb seiner Heimatstadt zu erhalten.

Konfliktreiche Zeit in Laucha (1544/45)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 1544 oder Anfang 1545 erhielt Jacobi eine Pfarrstelle in Laucha bei Freyburg. Sein Aufenthalt dort endete jedoch nach kurzer Zeit in einem Eklat. Jacobi scheint energisch gegen moralische Missstände vorgegangen zu sein und geriet dabei mit einflussreichen Personen in Konflikt. Besonders problematisch wurde seine Auseinandersetzung mit Jacob Oethe, dem Pastor in Frankenhausen, den Jacobi wegen dessen Kompromissbereitschaft gegenüber katholischen Praktiken kritisierte.

Im Frühjahr 1545 wurde Jacobi inhaftiert. Die genauen Vorwürfe sind nicht vollständig klar, scheinen aber mit angeblich aufrührerischen Äußerungen und einem unbedachten Brief zusammenzuhängen. Justus Jonas intervenierte zweimal beim Fürsten Georg von Anhalt zugunsten seines Landsmanns. In seinen Schreiben charakterisierte Jonas den jungen Theologen als zwar unerfahren und manchmal unüberlegt, aber im Kern der evangelischen Sache treu ergeben und von unermüdlichem Fleiß. Die Freilassung erfolgte vermutlich durch Jonas' Vermittlung.

Magdeburger Jahre (1545-1548)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Rückkehr nach Nordhausen, wo im September 1545 sein Sohn starb, erhielt Jacobi noch im selben Jahr eine Stelle als Prediger an der Ulrichskirche in Magdeburg. In dieser Zeit entfaltete er eine bemerkenswerte literarische Produktivität. Er verfasste mehrere theologische Abhandlungen, darunter eine Verteidigung der Thesen seines Kollegen Nikolaus Glossenus und eine Untersuchung über die Widersprüchlichkeit kirchlicher Konzilien.

In Magdeburg baute Jacobi einen Kreis von Freunden und Förderern auf, darunter den Humanisten Georgius Thymus Cygnaeus und den Buchdrucker Michael Lother. Die Stadt war damals ein Zentrum der reformatorischen Bewegung und bot ein intellektuell stimulierendes Umfeld.

Calbe an der Saale (1548-ca. 1570)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1548 wirkte Jacobi als Pfarrer an St. Stephani in Calbe an der Saale. Johann Busse, der Probst des nahen Klosters Gottesgnaden, der trotz seines katholischen Amtes evangelisch gesinnt war, hatte ihn in diese Position berufen. In Calbe sollte Jacobi seine längste und vermutlich produktivste Amtszeit verbringen.

Die entscheidende Bewährungsprobe kam 1548, als Kaiser Karl V. nach seinem Sieg im Schmalkaldischen Krieg versuchte, mit dem Augsburger Interim eine Zwischenlösung in der Religionsfrage durchzusetzen. Jacobi gehörte zu den entschiedenen Gegnern dieser Politik. Im Oktober 1548 verfasste er ein "Bedenken" für die Calbenser Obrigkeit, in dem er eindringlich zur Ablehnung riet. Seine Argumentation war klar: Das Interim täusche mit evangelisch klingenden Formulierungen, lehre aber im Kern, der Mensch müsse durch eigene Verdienste selig werden. Dies widersprach fundamental der lutherischen Rechtfertigungslehre. Jacobi scheute sich nicht, das Interim als "des Teufels Schänd-, Lügen- und Mordbuch" zu bezeichnen. Als die Stadt im Dezember 1548 dennoch aufgefordert wurde, das Interim anzunehmen, verfasste er eine ausführliche Weigerungsschrift. Jacobis kompromisslose Haltung trug dazu bei, dass Calbe sich der kaiserlichen Forderung widersetzte. Seine Wirksamkeit in dieser kritischen Phase zeigt, dass er trotz begrenzter rhetorischer Begabung in existenziellen Fragen der Glaubenstreue überzeugen konnte.

1550 betraute der Rat Jacobi zusätzlich mit dem Religionsunterricht an der Stadtschule. Daraus entstand 1552 eine gedruckte Katechismuserklärung. Diese pädagogische Arbeit zeigt eine andere Seite Jacobis – den geduldigen Lehrer, der bemüht war, die Grundlagen des Glaubens zu vermitteln.

Eine besondere Herausforderung stellte die Pestepidemie dar, die Calbe von 1548 bis mindestens 1551 heimsuchte. Der alte Friedhof reichte nicht mehr aus, ein neuer musste außerhalb der Stadt angelegt werden. Zur Einweihung 1551 hielt Jacobi die Predigt, die er später veröffentlichte. Sie zeigt ihn als einfühlsamen Seelsorger, der seinen Gemeindeglieder in der existenziellen Bedrohung durch die Seuche beizustehen versuchte.

Nach 1552 verlieren sich Jacobis Spuren. Die letzte bekannte Veröffentlichung ist eine überarbeitete Ausgabe seiner Alberus-Kommentierung aus diesem Jahr. Ob er weiterhin in Calbe blieb, an einen anderen Ort wechselte oder bereits in den 1550er Jahren verstarb, ist unbekannt. Eine spätere Inschrift in der Stephanikirche nennt als Amtszeit 1542-1570, doch ist diese Angabe nachweislich ungenau (das Anfangsjahr stimmt nicht). Möglicherweise erlag Jacobi der Pest, die Calbe so lange heimgesucht hatte.

Jacobis literarisches Schaffen konzentriert sich auf die Jahre 1544-1552. In dieser relativ kurzen Zeitspanne veröffentlichte er mindestens elf Werke; weitere fünf sind durch Erwähnungen bekannt, aber nicht erhalten. Seine Publikationen lassen sich in mehrere Kategorien einteilen:

  • Erbauungsliteratur: Liedauslegungen, Trostschriften
  • Polemische Schriften: Gegen das Papsttum und das Interim
  • Theologische Abhandlungen: Über Sakramente, Kirchengeschichte, Obrigkeit
  • Pädagogische Werke: Katechismuserklärungen, Bibelstellensammlungen

Charakteristika

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gelehrsamkeit als Stärke und Schwäche

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jacobis Werke zeichnen sich durch immense Belesenheit aus. Er zitierte ausgiebig aus der Bibel (in den Originalsprachen), den Kirchenvätern, mittelalterlichen Theologen und antiken Autoren. Diese Gelehrsamkeit verschaffte ihm Respekt unter Fachkollegen, machte seine Schriften aber für ein breites Publikum schwer zugänglich.

Der zeitgenössische Chronist erkannte dieses Dilemma: Jacobi hätte größere Wirkung erzielt, wenn er sein theologisches Fachwissen öfter "daheim gelassen" hätte. Obwohl er selbst mehrfach betonte, für alle schreiben zu wollen, die lesen könnten, gelang ihm dies nur bedingt. Seine tatsächliche Leserschaft bestand hauptsächlich aus Gebildeten und Amtsbrüdern.

Sprachliche Besonderheiten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auffällig ist Jacobis Sprachwechsel in seinen lateinischen Werken. Wo seine Empörung über päpstliche Praktiken zu groß wurde, wechselte er ins Deutsche und verfiel in einen derben, volkstümlichen Ton. Diese Passagen zeigen eine ganz andere Seite: Statt des gelehrten Theologen spricht hier der leidenschaftliche Kämpfer.

Ein Beispiel: In einer lateinischen Abhandlung über die Messe bricht er plötzlich ins Deutsche aus und polemisiert gegen Priester, die zur Messe gerufen werden, als ob sie "ein paar Schuh flicken" sollten. Über die katholische Hostienverehrung spottet er, die Priester würden Christus "in einen silbernen Vogelbauer" sperren "und laufen damit umher wie die Rotbuten" (Marktschreier).

Bedeutende Einzelwerke

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Alberus-Dialog

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jacobis erfolgreichstes Werk war seine kommentierte Ausgabe eines dramatischen Gesprächs von Erasmus Alberus. Alberus hatte 1541 einen Dialog zwischen Gott, Adam, Eva, Abel und Kain geschrieben, der die Grundlehren der Reformation in Gesprächsform darstellte. Jacobi gab 1544 eine erste kommentierte Fassung heraus, die er dem Nordhäuser Rat widmete. 1553 folgte eine völlig überarbeitete Neuausgabe, die er dem Halberstädter Rat zueignete. Diese Version erfuhr zahlreiche Nachdrucke und war noch Jahrzehnte später im Umlauf. Der Erfolg verdankte sich wohl mehr dem ansprechenden Dialog von Alberus als Jacobis gelehrtem Kommentar, aber die Kombination funktionierte offenbar.

Schriften gegen das Interim

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jacobis bedeutendster eigenständiger Beitrag zu den theologischen Debatten seiner Zeit waren seine Interim-Schriften von 1548. Sie dokumentieren seinen Mut in einer Zeit, als selbst prominente Reformatoren ins Wanken gerieten. Seine Argumentation war theologisch fundiert, aber auch pastoral motiviert: Es ging ihm um den Schutz seiner Gemeinde vor Irrlehre. Besonders das "Bedenken" vom Oktober 1548 zeigt Jacobi von seiner besten Seite: klar in der Sache, aber ohne akademische Überfrachtung, eindringlich ohne Hysterie. Die Schrift zirkulierte zunächst als Manuskript und wurde erst im 18. Jahrhundert gedruckt.

Theologische Hauptwerke

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für ein gelehrtes Publikum verfasste Jacobi mehrere lateinische Abhandlungen. Die "Exegesis propositionum" (1546) verteidigte Thesen seines Magdeburger Kollegen Glossenus über Sakramente und Priesterehe. Das "Enchiridion" (1552) bot eine systematische Sammlung von Bibelstellen mit Erläuterungen aus den Kirchenvätern, geordnet nach theologischen Themen.

Diese Werke zeigen Jacobi als soliden, wenn auch nicht originellen Theologen. Er systematisierte und popularisierte (im gelehrten Sinn) die Gedanken anderer, entwickelte aber keine eigenen theologischen Positionen von Bedeutung.

Erbauungsschriften

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am zugänglichsten sind Jacobis Trostschriften, besonders jene aus der Pestzeit. Der "Christliche liebliche Trostbrieff" (1551) ist in poetischer Form gehalten: Der Autor wandelt im "Lustgarten" der Christen (der Bibel) und findet sechs "Kräuter" (Bibelverse), deren Bedeutung er erklärt. Die "Tröstliche Leichpredigt" zur Friedhofseinweihung verbindet biblische Exegese mit seelsorgerlicher Anteilnahme. Ein anderes Werk behandelt die Frage der Obrigkeit (1550). Jacobi argumentiert für unbedingten Gehorsam in weltlichen Dingen, betont aber ebenso klar: In Glaubensfragen geht Gottes Wort vor. Diese differenzierte Position war typisch für lutherische Zwei-Reiche-Lehre und zeigt Jacobi als besonnenen politischen Denker.

Rezeption und Wirkung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jacobis Schriften fanden unterschiedliche Verbreitung. Der Alberus-Dialog war ein Erfolg und wurde bis ins frühe 17. Jahrhundert nachgedruckt. Die Katechismuserklärung wurde von Fachkollegen geschätzt. Die meisten anderen Werke blieben auf einen kleineren Leserkreis beschränkt. Eine zeitgenössische Rezension (1727) lobte die Anmerkungen in der Katechismuserklärung, kritisierte aber die wortwörtliche Wiedergabe des Katechismus-Textes als zu mechanisch. Der Rezensent bemerkte nicht, dass Text (von Luther) und Kommentar (von Jacobi) von verschiedenen Autoren stammten – ein Hinweis darauf, dass Jacobis Name bereits in Vergessenheit geraten war. Bedeutung und Einordnung

Jacobi war kein innovativer Denker. Seine Theologie orientierte sich eng an Luther und den Wittenberger Reformatoren. Sein Beitrag lag nicht in neuen Ideen, sondern in der Vermittlung und Verteidigung der bestehenden Lehre. In der "zweiten Reihe" der Reformatoren nimmt er einen ehrenvollen, wenn auch nicht prominenten Platz ein. Seine Stärke lag in der soliden exegetischen Arbeit und der Kenntnis der Tradition. Er konnte zeigen, dass lutherische Positionen biblisch fundiert und mit der alten Kirche vereinbar waren. Seine Schwäche war die mangelnde Fähigkeit, komplexe theologische Zusammenhänge einfach darzustellen.

Als Persönlichkeit

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Quellen zeichnen ein widersprüchliches Bild. Jonas' Charakterisierung – jung, unerfahren, manchmal unüberlegt, aber im Herzen rechtschaffen – dürfte den jungen Jacobi gut getroffen haben. Seine spätere Biographie zeigt einen Mann, der für seine Überzeugungen persönliche Nachteile in Kauf nahm. Der Konflikt in Laucha und die Inhaftierung, der kompromisslose Widerstand gegen das Interim – beides zeugt von Prinzipientreue. Gleichzeitig war Jacobi fähig zu maßvoller Argumentation, wie seine Schrift über die Obrigkeit zeigt. Seine Trostschriften offenbaren echte seelsorgerliche Empathie. Er war kein Fanatiker, sondern ein gewissenhafter Pfarrer, der seinem Auftrag gerecht werden wollte.

Zeitgeschichtliche Einordnung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jacobi repräsentiert einen wichtigen Typus der Reformationszeit: den gelehrten Gemeindepfarrer, der die akademische Theologie in die praktische Arbeit umsetzte. Solche Männer – zahlreich, aber meist vergessen – trugen die Reformation in die Städte und Dörfer. Sie predigten, unterrichteten, polemisierten, trösteten.

Seine Lebenszeit fällt in eine kritische Phase: die Konsolidierung nach Luthers Tod (1546), die politische Niederlage im Schmalkaldischen Krieg (1547), die Bedrohung durch das Interim (1548-1552). Jacobi stand in diesen Krisen auf der Seite derer, die keinen Kompromiss eingehen wollten. Damit gehörte er zu jenen, die der lutherischen Identität in schwierigen Zeiten Festigkeit verliehen.

Schriften (Auswahl)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Christliche Auslegunge über den alten Christlichen und Frölichen Gesang: Ein Kindelein so löbelich, ist uns geboren heute. Leipzig 1544
  • Ein Gesprech von der Verführung der Schlangen und der gnade Christi unsers Heylands. Auslegung von Erasmus Alberus' Dialog. 1544 (Erste Fassung)
  • Dialogus. Das tröstlich und lieblich Gespreche. 1553 (Überarbeitete Neuausgabe, mehrere Nachdrucke bis 1625)
  • Exegesis propositionum Nicolai Conradi Glosseni. Magdeburg 1546
  • De variis appellationibus Christi. Magdeburg 1546
  • Von vnemigkeit der Concilien. Leipzig 1546
  • Ein Christlicher, schöner, herrlicher Sendbrieff, von der löblichen Obrigkeit. Leipzig 1550
  • Ein Christlicher lieblicher Trostbrieff. Wittenberg 1551
  • Enchiridion praecipuorum locorum sacrae scripturae. Leipzig 1552
  • Parvus Catechismus Lutheri scholiis illustratus. 1552
  • Ein tröstliche Leichpredigt. Wittenberg 1551

Verlorene Schriften:

  • Ein schön geistlich Lied von der heyligen Dreyfaltigkeit. 1548
  • Vorrede zum Mißbrauch der Messe. Magdeburg 1545
  • Bedenken wider das Interim an die Herren von Calbe. 1548 (Manuskript, erst 1754 gedruckt)
  • Aus was Ursachen das Interim nicht anzunehmen. 1548 (nur Vorrede erhalten)
  • Die Schlacht und Victoria Christi. Wittenberg 1553