Paul Koch

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Paul Koch
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geb. 6. Februar 1879 in Osterburg/Altmark
gest. 3. November 1953 in Nordhausen
Lehrer, Schulrat, Heimatforscher
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GND-Nummer 1052482570
DNB: Datensatz

Eduard Wilhelm Paul Koch (geb. 6. Februar 1879 in Osterburg/Altmark;[1][2] gest. 3. November 1953,[3] nach anderen Angaben am 9. November 1953[4] in Nordhausen) war Lehrer, Stadtschulrat und 1945 Kommandeur des Nordhäuser Volkssturms. Er veröffentlichte zur Heimatgeschichte.

Leben[Bearbeiten]

Paul Koch legte Ostern 1898 die Reifeprüfung am Ludwigs-Gymnasium zu Cöthen ab. Es folgte ein Studium der Germanistik, Geschichte, Geographie und Philosophie an den Universitäten Jena und Halle. In Jena erhielt er im August 1902 die philosophische Doktorwürde mit der Arbeit „Die byzantinischen Beamtentitel von 400 bis 700“. An derselben Universität bestand Koch im März 1904 die Staatsprüfung für das Lehramt an höheren Schulen. Vom 1. April 1904 bis zum 31. März 1905 erfolgte in Hildesheim die Ableistung der militärischen Dienstpflicht. Das Seminarjahr leistete Paul Koch von Ostern 1905 bis Ostern 1906 am Kgl. Wilhelms-Gymnasium in Breslau ab. Für das anschließende Probejahr ging er an das Kgl. Gymnasium zu Wohlau.[1] Danach erhielt Koch eine Anstellung als Oberlehrer in Dortmund.

Am 15. August 1912 übernahm Paul Koch die Schulinspektion in Nordhausen. Er gehörte dem Magistrat an und war u. a. Vorsitzender des Kunst- und Sportausschusses und ab 1922 im Ausschuss für die Pflege historischer Gebäude tätig. Zeitweilig war Koch Vorsitzender des Nordhäuser Zweigvereins des Harzklubs.

1927 gab er anlässlich der Jahrtausendfeier mit Hermann Heineck eine Festschrift heraus. Daneben hielt er die Festrede und organisierte den Festumzug.

Paul Koch war 1945 Kommandeur des Volkssturms und wurde bei dem Luftangriff am 3. April im Keller-Schutzraum des Riesenhauses an der Schulter verletzt. Am nächsten Tag ernannte er den Hauptmann d. Reserve Sigurd Rudloff sowohl zum Kommandeur des Nordhäuser Volkssturmes als auch zum Kampfkommandanten von Nordhausen.[5] Mit Eintreffen der US-Armee wurde er im Siechenhof interniert.

Koch hatte Kinder.

Literatur[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Kaak -- Kysaeus - Koessler-Kaak-Kysaeus.pdf, abgerufen am 20. Februar 2022.
  2. Archivdatenbank der BBF - Tektonik, abgerufen am 23. April 2022.
  3. Peter Kuhlbrodt: Nordhausen unter dem Sternenbanner. Die amerikanische Besetzung der Stadt Nordhausen vom 11. April bis Anfang Juli 1945. 1995, S. 10.
  4. Nordhäuser Persönlichkeiten aus elf Jahrhunderten. Horb am Neckar: Geiger, 2009. S. 159.
  5. Jost-Dieter Rudloff: Erinnerungen an die Meyenburgstraße 1938-1945. In: Das Nordhäuser Geschichtenbuch, S. 180.