Ludwig Schierholz
| Geb. | 29. Juni 1884 in Salzdetfurt |
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| Gest. | 10. Juli 1943 in Nordhausen |
Ludwig Schierholz (geb. 29. Juni 1884 in Salzdetfurt; gest. 10. Juli 1943 in Nordhausen) war ein Nordhäuser, der sich während der NS-Zeit für jüdische Bürger einsetzte.
Leben
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Nach dem Ersten Weltkrieg kam Ludwig Schierholz, auch unter seinem Spitznamen „Louis“ bekannt, nach Nordhausen und arbeitete hier in der Firma seines Bruders Paul. Dieser betrieb in der Uferstraße 11 den Gasthof „Sachsenhof“ und hatte daneben eine Kolonialwarenhandlung und Fuhrbetrieb.
Nach der Pogromnacht am 9. November 1938 setzte er er sich für seine jüdischen Freunden und Nachbarn ein; so half er u. a. das Gepäck zum Auswanderungsschiff zu transportieren und begleitete sie zur Abreise. In der SS-Zeitung Das Schwarze Korps wurde er in einer Leserzuschrift dafür denunziert und wurde am 30. November 1938 verhaftet. Er kam in das Konzentrationslager Buchenwald, wurde am 7. März 1940 nach Mauthausen und am 14. August 1940 in das Lager Dachau überführt. Am 16. April 1941 wurde er entlassen und kehrte als völlig veränderter, kranker und gebrochener Mann nach Nordhausen zurück. Aufgrund seines Gesundheitszustandes starb er am 10. Juli 1943 in Nordhausen.
Ehrung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 31. August 2016 beschloss der Nordhäuser Stadtrat, eine Straße im Stadtgebiet nach ihm zu benennen für seine Zivilcourage gegenüber jüdischen Bürgern.
Adresse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1930: Ufer-Straße 11