Das blutige Herz, oder die Kaiserhochzeit in Nordhausen

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Textdaten
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Autor: Carl Schöpfer (alias C. F. Fröhlich)
Titel: Das blutige Herz, oder die Kaiserhochzeit in Nordhausen
Untertitel: ein Schaudergemälde aus dem Anfange des dreizehnten Jahrhunderts
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Erscheinungsdatum: 1834
Verlag: Verlag Ernst Friedrich Fürst
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Digitalisat: PDF (19 MB)
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Das blutige Herz, oder die Kaiserhochzeit in Nordhausen ist ein 1834 erschienener Roman von Carl Schöpfer, den er unter seinem Pseudonym C. F. Fröhlich veröffentlichte.

Digitalisat: PDF (19 MB)

Die Hochzeit von Kaiser Otto IV. (1175–1218) mit Beatrix von Schwaben in Nordhausen im Jahre 1212 bildet die Rahmenhandlung des Buches „Das blutige Herz oder die Kaiserhochzeit in Nordhausen“. Räuber- und Schauerromane waren Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland stark gefragt und auch die Erzählung über das mittelalterliche Nordhausen ist in diesem Geist entstanden.

Handlung[Bearbeiten]

Konrad, der Sohn des Ratsherren Helwig von Tüticherode, wurde als Ungeborener von einem Italiener – in teuflischer Gestalt – verflucht und mit einem blutigen Herz als Mal auf der Brust geboren. Er verliebte sich in Walperga, Tochter des Bürgermeisters von Furra, und traf sich heimlich mit ihr. Auch der Sohn des Stadthauptmanns, der ein ausschweifendes und wolllüstiges Leben führte, entflammte in ehrlicher Liebe zur ihr und wurde zurückgewiesen.

Dafür rächte er sich, indem er Walperga als Mönch verkleidet hinters Licht führte und sie entehrte, Konrad dabei schwer verletzte und die Entehrung Walpergas diesem zuschob. Daraufhin floh Konrad vor der gerichtlichen Strafe aus der Stadt und bekämpfte sie in zweijähriger Wegelagerei, die er mit Freunden und Angeworbenen betrieb.

Als die Braut des Kaisers Beatrix auf dem Weg nach Nordhausen in Gefahr gerät, kann Konrad sie retten, ist am Ende seiner Kräfte und wird von ihr in der Nordhäuser Burg daraufhin gesund gepflegt und als ihr Retter verehrt. Kurz davor ließ der Bürgermeister den Ratsherren von Tüticherode als vermeintlichen Hauptmann der Wegelagerer in das Gefängnis sperren.

Der Sohn des Stadthauptmanns, seit damals im Kloster als unehrlicher Mönch lebend, wird nun von seinem schlechten Gewissen eingeholt. Er hatte nicht nur die Flucht Konrads aus der Stadt herbeigeführt, sondern auch Walperga wurde durch die uneheliche Schwangerschaft von ihrem Vater verstoßen.

Nun beichtet er alles seinem Pater, der daraufhin die Geschichte dem Bürgermeister erzählt. Gemeinsam mit dem Ratsherren von Tüticherode will von Furra sowohl Konrad als auch seine Tochter um Verzeihung bitten. Sie finden beide jedoch tot auf dem Galgenberg vor, da der Kaiser inzwischen aufgrund einer Intrige Konrad als Nebenbuhler töten und aufhängen ließ.

Vorher wurde ihm das Herz aus seiner Brust gerissen – wie es Walperga in einem Traum gesehen hatte – und womit sich der Fluch, der auf Konrad lag, erfüllte.