Fritz Kneiff

Aus NordhausenWiki
Fritz Kneiff
Fritz Kneiff
Friedrich Kneiff
Geb.27. Juni 1864 in Nordhausen
Gest.16. August 1944 in Nordhausen
Unternehmer

Friedrich (Fritz) Kneiff (geb. 27. Juni 1864 in Nordhausen; gest. 16. August 1944 ebenda) war Unternehmer und führte ab 1900 bzw. zusammen mit seinem Cousin Rudolf Kneiff[1][2] (gest. nach 1937)[3] ab 1902 die Tabakfabrik C. A. Kneiff.

Der Vater war der Fabrikant Carl Kneiff. Kneiff besuchte das Nordhäuser Gymnasium und legte Ostern 1885 die Reifeprüfung ab.[4] Sein jüngerer Bruder war Otto Kneiff. Von seinem Vater erbte er den Park Hohenrode und war seit seiner Jugend in der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft engagiert. Er verfasste Artikel und beschäftigte sich mit der Brauchbarkeit bestimmter neu eingeführter Baumarten für Deutschland, z. B. der Douglasie. In Hohenrode pflegte und erweiterte er die Baumsammlung.

Kneiff war ab 1924 Stadtverordneter (Deutsche Demokratische Partei – DDP) und ebenfalls in den 1920er Jahren Stadtverordnetenvorsteher,[5][6][7] sein Nachfolger im Amt war Robert Hohberg. Bei der letzten demokratischen Wahl am 12. März 1933 vertrat er die „bürgerlich-nationale Mitte“ und legte am 28. Juni 1933 sein Mandat nieder.[8]

Im September 1917 spendete Fritz Kneiff 9000 Mark zu gemeinnützigen Zwecken, davon den größten Teil für den Ausbau des Stadttheaters.[9]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Paul Peters, Städtischer Meldeamts-Assistent (Hg.): Adreß-Buch der Stadt Nordhausen für die Jahre 1904/5. Nordhausen: Selbstverlag, 1904. S. 76. (Digitalisat)
  2. 100 Jahre C. A. Kneiff G.M.B.H., Nordhausen bzw. 100 Jahre C. A. Kneiff G.M.B.H., Nordhausen#Kurze Geschichte des Hauses C. A. Kneiff
  3. Einwohnerbuch für Nordhausen (1937). Nordhausen: Theodor Müller, 1937. S. 114. (Digitalisat)
  4. Liste der Abiturienten des Gymnasiums Nordhausen 1874 bis 1924#K, No. 287.
  5. Einwohnerbuch von Nordhausen der tausendjährigen Stadt am Harz 1926/1927. Nordhausen: Einwohnerbuch-Verlag Theodor Müller, 1926/1927. S. 487. (Digitalisat)
  6. Heinz Sting: Historische Nachrichten von der ehemals Kayserl. und des Heil. Röm. Reiches Freyen Stadt Nordhausen, neue Folge 1967. Hannover: Verlag der Nordhäuser Nachrichten, 1967. S. 63.
  7. Stadtarchiv Nordhausen (Hrsg.): Chronik der Stadt Nordhausen. 1802 bis 1989. Horb am Neckar: Geiger, 2003. S. 285, 299.
  8. Stadtarchiv Nordhausen (Hrsg.): Chronik der Stadt Nordhausen. 1802 bis 1989. Horb am Neckar: Geiger, 2003. S. 342.
  9. Stadtarchiv Nordhausen (Hrsg.): Chronik der Stadt Nordhausen. 1802 bis 1989. Horb am Neckar: Geiger, 2003. S. 238.