Richard Kossinna

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Version vom 10. Februar 2026, 09:11 Uhr von Lutz Jödicke (Diskussion | Beiträge) (Leben: Vorlage Diskussion:Zeitung + tr. Nordhausen, 15. Juni. (Bürgermeisterwahl.). In: Hallesche Zeitung : Landeszeitung für die Provinz Sachsen, Anhalt und Thüringen, Jg. 218, Nr. 139 vom Mittwoch, 17. Juni 1925, S. 8 (Digitalisat).)
Richard Kossinna
Geb.15. Februar 1855 in Tilsit
Gest.18. November 1943 in Nordhausen
Jurist, Stadtverordneter

Paul Richard Kossinna (geb. 15. Februar 1855 in Tilsit; gest. 18. November 1943 in Nordhausen) war Geheimer Justizrat, Stadtverordneter (DDP)[1] und Stadtverordnetenvorsteher.[2][3]

Leben

Familie Kossinna v.l.n.r: Wilhelmine Kossinna, Richard Kossinna jur., Richard Kossinna sen., Gustav Kossinna

Richard Kossina wurde in eine konservative bürgerliche Familie geboren. Seine Eltern waren Richard und Wilhelmine Kossinna und masurischer Abstammung. Sein Bruder Gustav Kossinna (1858 – 1931) wurde ein bekannter Professor für Ur- und Frühgeschichte.[3]

Richard Kossinna war seit 1891 als Rechtsanwalt und Notar in Nordhausen ansässig. Bei der Wahl 1924 zog er in den Stadtrat ein und war ebenfalls in den Jahren 1924/1925 Stadtverordnetenvorsteher.[2][3] Am 15. Juni 1925 wurde in der Stadtverordnetenversammlung zum Stadtverordnetenvorsteher, nachdem er von diesem Posten zurücktrat, der Fabrikant Fritz Kneiff gewählt.[4] Er war der Mitbegründer und lange Zeit der Vorsitzende des Konzertvereins, leitete als Vorsitzender den Bildungsverein und den Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein. Zudem war Kossinna Vorstandsmitglied der Anwaltskammer und zählte 1937 zu den ständigen Mitarbeitern und Korrespondenten der "Nordhäuser Zeitung". Er gehörte dem elitären Kegelklub der Jäger, Juristen und Gutsbesitzer an, der im früheren Gesellschaftshaus "Harmonie" in Nordhausen in den Jahren 1938 bis 1944 wöchentlich tagte.

Familie

Verheiratet war er mit Minna Eugenie Auguste Margaret(h)e Kossinna geb. Gützlaff (geb. 5. Dezember 1859 in Marienwerder, gest. 11. August 1925 in Salzburg).[5][6][7]

Adresse

Literatur

Einzelnachweise

  1. Der Demokrat: Organ der Deutschen Demokratischen Partei, Bände 10-11. 1930 (?). S. 107. (Digitalisat)
  2. 2,0 2,1 Heinz Sting: Historische Nachrichten von der ehemals Kayserl. und des Heil. Röm. Reiches Freyen Stadt Nordhausen, neue Folge 1967. Hannover: Verlag der Nordhäuser Nachrichten, 1967. S. 63. (Digitalisat)
  3. 3,0 3,1 3,2 Stadtarchiv Nordhausen (Hg.): Nordhäuser Persönlichkeiten aus elf Jahrhunderten. Horb am Neckar: Geiger, 2009. S. 163 ff.
  4. tr. Nordhausen, 15. Juni. (Bürgermeisterwahl.). In: Hallesche Zeitung : Landeszeitung für die Provinz Sachsen, Anhalt und Thüringen, Jg. 218, Nr. 139 vom Mittwoch, 17. Juni 1925, S. 8 (Digitalisat).
  5. Todesfälle:. In: Saale-Zeitung : allgemeine Zeitung für Mitteldeutschland ; Hallesche neueste Nachrichten, 3. Blatt, Jg. 60, Nr. 191 vom Sonntag, 16. August 1925, S. 8 (Digitalisat).
  6. Minna Eugenie Auguste Margarethe Gützlaff (1859–1925) • Person • Familienstammbaum. Abgerufen am 7. Dezember 2024.
  7. Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. In: DNB. Abgerufen am 3. Juli 2025.
  8. Paul Peters, Städtischer Meldeamts-Assistent (Hg.): Adreß-Buch der Stadt Nordhausen für die Jahre 1904/5. Nordhausen: Selbstverlag, 1904. S. 81. (Digitalisat)
  9. Einwohnerbuch für Nordhausen (1937). Nordhausen am Harz: Theodor Müller, 1937. S. 121. (Digitalisat)