Johannes Lippert

Aus NordhausenWiki
Johannes Lippert
[[Bild:|220px|Johannes Lippert]]
'
geb. 12. September 1873 in Ellrich[1]
gest. 3./4. April 1945 in Nordhausen
Pfarrer
Commons-logo.svg Bilder und Medien bei Commons

Hermann Werner Johannes Lippert (geb. 12. September 1873 in Ellrich[1]; gest. 3./4. April 1945 in Nordhausen) war von 1916 bis 1945 Pfarrer der St.-Petri-Kirche.

Leben[Bearbeiten]

Ordiniert am 22. Januar 1902 war er später Hilfsprediger in Biere (Ephorie Atzendorf [Kreis Calbe an der Saale]).[1] Am 25. Juli 1916 wurde Pastor Johannes Lippert aus Woffleben zum Pfarrer der St.-Petri-Kirche gewählt. Am 22. August 1927 weihte er eine Ehrentafel der 144 Gefallenen der Kirchengemeinde St. Petri.

Auf ihrer Jahresversammlung am 8. Februar 1927 wandte sich die Ortsgruppe der Deutschen Friedensgesellschaft unter dem alten und neuen Vorsitzenden Mittelschullehrer Werner Müller gegen eine Äußerung von Johannes Lippert auf der Reichsgründungsfeier, der den Pazifismus als eine geistige Seuche bezeichnet habe.

Am 4. März 1932 hielt Lippert im Restaurant „Zum Dom“ einen Vortrag über „Christentum und Nationalsozialismus“.

Beim Luftangriff auf Nordhausen am 3./4. April 1945 wurde die Petri-Kirche zerstört. Zahlreiche Menschen, die sich vor dem Bombenhagel in der Kirche in Sicherheit zu bringen versuchten, fanden den Tod. Das Pfarrhaus Petersberg Nr. 18 wurde zerstört, der Gemeindepfarrer Johannes Lippert und seine Familie erlitten den Feuertod. Die Ruinen der Kirche wurden nach dem Krieg abgetragen und mit einer Betondecke versehen, auf dem Turmstumpf wurde ein stählernes Kreuz errichtet.

Ehrungen[Bearbeiten]

  • Der Hohenkreuzweg, Einmündung der Otto-Ludwig-Straße in die R.-Breitscheid-Straße, wurde in Johannes-Lippert-Platz benannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 Pfarr-Almanach Provinz Sachsen (1903)/31 – GenWiki bzw. http://wiki-de.genealogy.net/Pfarr-Almanach_Provinz_Sachsen_(1903)/31 + Pfarr-Almanach Provinz Sachsen (1903)/288 – GenWiki bzw. http://wiki-de.genealogy.net/Pfarr-Almanach_Provinz_Sachsen_(1903)/288, abgerufen am 28. Januar 2022.