Gustav Temme

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Gustav Temme
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geb. 2. März 1878 in Harsleben b. Halberstadt
gest. 5. April 1949 in Nordhausen
Lehrer, Konrektor, Rektor, Stadtverordneter
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GND-Nummer 1248933001
DNB: Datensatz

Gustav Temme (geb. 2. März 1878 in Harsleben b. Halberstadt; gest. 5. April 1949 in Nordhausen) war Lehrer, Konrektor, Rektor und Stadtverordneter.

Leben[Bearbeiten]

1909 gab Temme, der als Vorkämpfer für gesunde Wohn- und Lebensverhältnisse insbesondere der unteren Schichten galt, eine Schrift über die Wohnungsfrage in Nordhausen heraus. 1912 wurde auf seine Anregung eine Wohlfahrtsausstellung in der Aula der Volksschule am Friedrich-Wilhelm-Platz veranstaltet. Temme war Mitglied des Mietervereins. Am 1. November 1921 wurde eine Ortsgruppe des Bundes der Kinderreichen Deutschlands zum Schutze der Familie gegründet, deren Vorstand er angehörte.

Ab 1924 war Temme Mitglied der Stadtverordneten-Versammlung.

Am 1. Juli 1926 beging Gustav Temme, Konrektor an der Wiedigsburg-Schule, sein 25-jähriges Dienstjubiläum. Am 20. September 1927 wurde auf seine Initiative die Nordhäuser Arbeiterwohlfahrt gegründet.

Seit dem 1. Juli 1929 war er Rektor der Töpfertorschule.

Im Juni 1933 wurde Temme wegen seiner SPD-Mitgliedschaft verhaftet.

Im Einwohnerbuch 1937 von Nordhausen a. H. ist er in der Hohekreuzstraße 15 verzeichnet.[1]

Auf Beschluss der Dezernentenrunde am 15. November 1945 erhielt Gustav Temme eine monatliche Unterstützung von 175 Reichsmark, bis seine Pensionszahlung freigegeben wird. Dabei wurden seine große Verdienste auf sozialem Gebiet gewürdigt.[2]

Vorträge[Bearbeiten]

  • 1904: Im Naturwissenschaftlichen Verein über die Gefahren des Alkohols.
  • 1908: Im Verein für Gesundheitspflege über den „Umfang der Tuberkulose in unserer Stadt“ und ihre Bekämpfung.

Werke[Bearbeiten]

  • Volkswohlfahrtsarbeit. Ein Weg zum Wiederaufbau unseres deutschen Volks. Weißenfels a. S.: Guttemplerlogenhaus, 1920.
  • Kann uns England aushungern?. Nordhausen: Haacke in Komm., 1915.
  • Die sozialen Ursachen der Säuglingssterblichkeit. Berlin-Schöneberg: "Hilfe", 1908.
  • Die Wohnungsfrage in Nordhausen. Ein Beitrag zur ihrer Lösung. Nordhausen: Selbstverlag, 1908.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Einwohnerbuch 1937 von Nordhausen a. H. - Nordhausen, S. 222, abgerufen am 19. Juli 2022.
  2. Peter Kuhlbrodt: Inferno Nordhausen – Schicksalsjahr 1945, Nordhausen 1995, S. 101.