Die Software von NordhausenWiki wird am 16. bis 18. Februar auf eine neue Version aktualisiert (MediaWiki 1.34.0).
Während der Umstellung ist mit Darstellungsproblemen und Fehlermeldungen zu rechnen. Sollten gravierende Probleme auftreten, bitte eine kurze Nachricht an nordhausen@mailbox.org

Diskussion:Liste der Ehrenbürger von Nordhausen: Unterschied zwischen den Versionen

Aus NordhausenWiki
K
Markierungen: Mobile Bearbeitung Mobile Web-Bearbeitung
 
Zeile 3: Zeile 3:
 
---
 
---
 
Die Nordhäuser Stadtverordneten brauchten mehr als 45 Jahre nach dem
 
Die Nordhäuser Stadtverordneten brauchten mehr als 45 Jahre nach dem
„Dritten Reich“, um die Ehrenbürgerwürde für Adolf Hitler abzuerken
+
„Dritten Reich“, um die Ehrenbürgerwürde für Adolf Hitler abzuerkennen.
nen. Trotz des amtlichen Antifaschismus in der DDR geschah es auch
+
Trotz des amtlichen Antifaschismus in der DDR geschah es auch
 
nicht während deren 40jährigen Bestehens.
 
nicht während deren 40jährigen Bestehens.
 
Verliehen worden war die Auszeichnung zu „Führers Geburtstag“ am
 
Verliehen worden war die Auszeichnung zu „Führers Geburtstag“ am
 
20. April 1933, also nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten.
 
20. April 1933, also nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten.
Hitler bedankte sich mit einem Schreiben vom 27. August mit eigen
+
Hitler bedankte sich mit einem Schreiben vom 27. August mit eigenhändiger
händiger Unterschrift und „deutschem Gruß“. Er wünschte Nordhausen
+
Unterschrift und „deutschem Gruß“. Er wünschte Nordhausen
 
„Blühen und Gedeihen“. Das Verhängnis des „Tausendjährigen Reiches“
 
„Blühen und Gedeihen“. Das Verhängnis des „Tausendjährigen Reiches“
 
war nach Kriegsende in der tatsächlich tausendjährigen, ehemaligen
 
war nach Kriegsende in der tatsächlich tausendjährigen, ehemaligen
Zeile 20: Zeile 20:
 
lands“. Verlesen wurde die Urkunde auf dem Vorplatz des Stadt-
 
lands“. Verlesen wurde die Urkunde auf dem Vorplatz des Stadt-
 
theaters vor mehr als 2 000 Zuhörern. Das Dankschreiben ist im  
 
theaters vor mehr als 2 000 Zuhörern. Das Dankschreiben ist im  
Museum in der Flohburg augestellt.
+
Museum in der Flohburg ausgestellt.
 
Die Aberkennung der Ehrenbürgerwürde beschlossen die Nordhäuser
 
Die Aberkennung der Ehrenbürgerwürde beschlossen die Nordhäuser
 
Stadtverordneten in ihrer Sitzung vom 29. August 1990, also nach
 
Stadtverordneten in ihrer Sitzung vom 29. August 1990, also nach
der friedlichen Revolution in der DDR. Außer Hitler wurden der ehe
+
der friedlichen Revolution in der DDR. Außer Hitler wurden der ehemalige
malige Reichspräsident Paul von Hindenburg, der frühere Nordhäuser
+
Reichspräsident Paul von Hindenburg, der frühere Nordhäuser
Oberbürgermeister Hans Himmler (1946-1952), der zeitweilige Nord
+
Oberbürgermeister Hans Himmler (1946-1952), der zeitweilige Nord-
 
häuser Landrat Fritz Gießner sowie Generaloberst Erich Peter, aus
 
häuser Landrat Fritz Gießner sowie Generaloberst Erich Peter, aus
 
Salza stammender Befehlshaber der Grenztruppen der DDR, aus den
 
Salza stammender Befehlshaber der Grenztruppen der DDR, aus den
Annalen der Ehrenbürger gelöscht.                                        m.n. --[[Benutzer:Latimer Rex|Latimer Rex]] ([[Benutzer Diskussion:Latimer Rex|Diskussion]]) 16:06, 10. Jan. 2019 (MET)
+
Annalen der Ehrenbürger gelöscht m.n. --[[Benutzer:Latimer Rex|Latimer Rex]] ([[Benutzer Diskussion:Latimer Rex|Diskussion]]) 16:06, 10. Jan. 2019 (MET)

Aktuelle Version vom 16. Januar 2020, 16:57 Uhr

Ehrenbürgerwürde Hitlers erst 1990 in Nordhausen aberkannt Tausendjährige Stadt, kein tausendjähriges Reich --- Die Nordhäuser Stadtverordneten brauchten mehr als 45 Jahre nach dem „Dritten Reich“, um die Ehrenbürgerwürde für Adolf Hitler abzuerkennen. Trotz des amtlichen Antifaschismus in der DDR geschah es auch nicht während deren 40jährigen Bestehens. Verliehen worden war die Auszeichnung zu „Führers Geburtstag“ am 20. April 1933, also nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Hitler bedankte sich mit einem Schreiben vom 27. August mit eigenhändiger Unterschrift und „deutschem Gruß“. Er wünschte Nordhausen „Blühen und Gedeihen“. Das Verhängnis des „Tausendjährigen Reiches“ war nach Kriegsende in der tatsächlich tausendjährigen, ehemaligen Freien Reichsstadt zu besichtigen . . . Trümmer und Ruinen. Die Verleihungsurkunde des Magistrats hatten im Auftrage der Stadt- verordneten die ehrbaren Nordhäuser Bürger Henschel, Beatus, Bensch, Diener, Graeber, Kruse, Meyer, Quelle und Rost unterzeichnet. Sie handelten angeblich „mit zustimmender Begeisterung der gesamten Bürgerschaft“, die stolz sei „auf den Führer des erwachten Deutsch lands“. Verlesen wurde die Urkunde auf dem Vorplatz des Stadt- theaters vor mehr als 2 000 Zuhörern. Das Dankschreiben ist im Museum in der Flohburg ausgestellt. Die Aberkennung der Ehrenbürgerwürde beschlossen die Nordhäuser Stadtverordneten in ihrer Sitzung vom 29. August 1990, also nach der friedlichen Revolution in der DDR. Außer Hitler wurden der ehemalige Reichspräsident Paul von Hindenburg, der frühere Nordhäuser Oberbürgermeister Hans Himmler (1946-1952), der zeitweilige Nord- häuser Landrat Fritz Gießner sowie Generaloberst Erich Peter, aus Salza stammender Befehlshaber der Grenztruppen der DDR, aus den Annalen der Ehrenbürger gelöscht m.n. --Latimer Rex (Diskussion) 16:06, 10. Jan. 2019 (MET)