Hermann Hanewacker

Hermann Hanewacker
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geb. 2. November 1845 in Nordhausen
gest. 22. Februar 1922 in Nordhausen
Fabrikant, Stadtverordneter, Ehrenbürger

Hermann Hanewacker (geb. 2. November 1845 in Nordhausen; gest. 22. Februar 1922 ebenda) war Fabrikant (G. A. Hanewacker), Stadtverordneter und Ehrenbürger von Nordhausen.

Leben[Bearbeiten]

Zeitweise war die Villa in der Wilhelm-Nebelung-Straße 10 im Besitz Hanewackers

Hermann wurde als Sohn des Kautabakfabrikanten Georg August Hanewacker geboren und hatte drei Brüder (Rudolf, Adolf und Hugo). In den Adreßbüchern ist die Familie in der Rautenstraße 327, später in der Alleestraße 10 (heute Wilhelm-Nebelung-Straße 10) gemeldet. Nach der Schule arbeitete er wie seine Brüder in der väterlichen Fabrik G. A. Hanewacker des Vaters, der 1870 verstarb. Danach übernahmen Hermann und Adolf (gest. 1879) die Geschäfte, später sollten die jüngeren Brüder Rudolf und Hugo dazustoßen. Die Fabrik entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Tabakproduzenten Deutschlands.

1870/71 nahm er als Offizier am Deutsch-Französischen Krieg teil und wurde 1882 Mitglied im Kreiskriegerverband Nordhausen - Grafschaft Hohenstein und 1899 deren Vorsitzender bzw. 1907 zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Vom preußischen Landeskriegerverband erhielt er das Kriegerverdienstkreuz 1. und 2. Klasse.

Hermann Hanewacker nahm regen Anteil am gesellschaftlichen Leben in Nordhausen und übernahm viele Ehrenämter. Er war u. a. am Aufbau der ständischen Sparkasse beteiligt. Von 1912 bis 1918 vertrat er zusammen mit Dr. Carl Contag im Provinziallandtag die Nordhäuser Bevölkerung. Von 1881 bis 1922 war er Vorstand der Handelskammer Nordhausen, unterstützte das Rote Kreuz in Nordhausen und den Harz-Club-Verein.

Ab 1909 war er Stadtverordnetet und vor allem im Finanzausschuss tätig; ein jahr später erhielt er den Titel „Königlich Preußischer Kommerzienrat“. Am 3. Oktober 1917 wurde er aufgrund seiner gemeinnützigen langjährigen Arbeit besonders aber auch durch seine Stiftung zum 100jährigen Bestehen der Kautabakfabrik zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Die Zinsen der Stiftung (100.000 Mark) sollten für notleidende Bürger verwand werden.

Hermann Hanewacker verstarb an den Folgen eines Unfalls am 22. Februar 1922.

Er war verheiratet mit Johanna Heidenreich (geb. 21. November 1849; gest. 21.Dezember 1936).

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]