Ferdinand Quelle
(vollständiger Name)
| Geb. | 10. Dezember 1876 in Nordhausen |
|---|---|
| Gest. | 30. Januar 1963 in Berlin |
Ferdinand Friedrich Hermann Quelle (geb. 10. Dezember 1876 in Nordhausen; gest. 30. Januar 1963 in Berlin) war Botaniker, Entomologe und Gymnasiallehrer.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ferdinand Quelle besuchte das Nordhäuser Gymnasium und legte die Reifeprüfung Ostern 1896 ab.[1] Danach studierte er Naturwissenschaften in Göttingen, München und Berlin von 1896 bis 1903. 1902 promovierte Quelle an der Universität Göttingen mit einer Arbeit zur Moosvegetation im Raum Göttingen; das Buch erschien im selben Jahr im Eberhardt-Verlag in Nordhausen. Auch in den folgenden Jahren beschäftigte sich Quelle als Moosforscher und sammelte u. a. mit dem Göttinger Lehrer Deppe Moose in der Umgebung von Heiligenstadt.
Zusammen mit dem Nordhäuser Lehrer Louis Oßwald veröffentlichte er Beiträge zur Flechtenflora im Harz und Nordthüringen.
Quelles Arbeitsbereiche umfassten Gefäßpflanzen, Moose, Flechten, Algen und Entomologie.
Familie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Vater Ferdinand Robert Quelle (geb. 1842; gest. 1919) war Brennereibesitzer und Großkaufmann in Nordhausen.[2][3] Seine Mutter Auguste Caroline/Karoline Ottilie Quelle, geb. Eberhardt ist bereits 1906 verstorben.[4][5] Friedrich Quelle war eins von insgesamt acht Kindern. Seine jüngeren Brüder waren der Geograph Otto Quelle und der Offizier, Stadtverordnete und Führer der Nordhäuser Ortsgruppe der NSDAP Friedrich Quelle.
Werke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Göttingens Moosvegetation. Nordhausen: Eberhardt, 1902.
- Die Organismen-Spezies als Kurve. Berlin-Schöneberg: Hoffmann & Campe, 1918.
- mit Günter Kirstein: Mein Aquarium. Berlin: Verlag Neues Leben, 1953.
Beiträge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- mit Louis Oßwald: Beiträge zu einer Flechtenflora des Harzes und Nordthüringens. In: Mittheilungen des Thüringischen Botanischen Vereins, NF_22, 1907, 8 - 25. (Online-Volltext)
- Bemerkungen über den inneren Bau einiger Süsswasser-Diatomeen. In: Mittheilungen des Thüringischen Botanischen Vereins, NF_22, 1907, 25 - 31. (Online-Volltext)
- Zur Kenntnis der Algenflora von Nordhausen. In: Mittheilungen des Thüringischen Botanischen Vereins, NF_22, 1907, 36 - 39. (Online-Volltext)
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Stadtarchiv Nordhausen (Hrsg.): Nordhäuser Persönlichkeiten aus elf Jahrhunderten. Horb am Neckar: Geiger, 2009. ISBN 978-3-86595-336-9
- Klaus-Jörg Barthel: Ferdinand Quelle (1876 bis 1963), ein bedeutender Botaniker und Entmologe aus Nordhausen. In: Beiträge zur Geschichte aus Stadt und Kreis Nordhausen (Band 31/2006).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Liste der Abiturienten des Gymnasiums Nordhausen 1874 bis 1924#Q
- ↑ Mitglieder-Verzeichniss … Johannis-Loge genannt "Zur gekrönten Unschuld (PDF)
- ↑ Namensliste zu den Sterbefällen der Stadt Nordhausen/Harz für die Jahre 1900 - 1939, Registernummer Nordhausen/Harz 287/1919. S. 311, abgerufen am 17. Februar 2026.
- ↑ Standesamt Ilfeld: Sterbeurkunde Nr. 91/1952 vom 7. April 1952 bei Ancestry.
- ↑ Namensliste zu den Sterbefällen der Stadt Nordhausen/Harz für die Jahre 1900 - 1939, Registernummer Nordhausen/Harz 462/1906. S. 105, abgerufen am 17. Februar 2026.