Stadtpark-Restaurant

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Das Stadtpark-Restaurant war eine Konsum-Gaststätte in Nordhausen-Salza, die sich am Zuckerweg befand. Das Gebäude wurde im Januar 2026 abgerissen, um einem Supermarkt-Neubau Platz zu machen.

Geschichte

DDR-Zeit

Das Stadtpark-Restaurant wurde 1979 als Konsum-Gaststätte eröffnet. Als Küchenchef fungierte ab der Eröffnung Peter Reinhardt, der nach der Wende das neu eröffnete Restaurant "Armins Keller" in der Stolberger Straße 5 übernahm. Objektleiter des Stadtparkrestaurants war Dieter Mischek, dessen Frau als Bar-Dame arbeitete. Die Gaststätte verfügte über einen großen Veranstaltungssaal, der für verschiedene gesellschaftliche Anlässe genutzt wurde, darunter:

Familienfeiern Betriebsfeiern Tanzstundenabschlussbälle

Schulspeisung

Eine wichtige Funktion des Stadtpark-Restaurants war die Schulspeisung für die Kinder der nahe gelegenen Lenin-Schule und Juri-Gagarin-Schule. Die Schüler erhielten ihr Mittagessen im großen Veranstaltungssaal der Konsum-Gaststätte. Das staatlich subventionierte Schulessen kostete damals 55 Pfennig und beinhaltete Nachschlag und Nachtisch. Legendär unter den Schülern waren auch die Milchshakes, die in der Gaststätte verkauft wurden.

Nach der Wende

Nach der Wiedervereinigung wurde das Gebäude zu einem Rewe-Lebensmittelmarkt umfunktioniert. Dieser Supermarkt blieb bis Januar 2026 in Betrieb.

Abriss 2026

Im Januar 2026 begann der Abriss des ehemaligen Stadtpark-Restaurants bzw. Rewe-Marktes. Der Abbruch der Bausubstanz bewegte viele Bewohner des Wohngebiets am Zuckerweg, die persönliche Erinnerungen mit dem Gebäude verbanden. Zahlreiche Schaulustige, vor allem ältere Anwohner, verfolgten die Abrissarbeiten durch den Bauzaun. Das Areal soll durch einen Supermarkt-Neubau ersetzt werden, der in etwa eineinhalb bis zwei Jahren fertiggestellt sein soll. Bedeutung Das Stadtpark-Restaurant war für mehrere Generationen von Nordhäusern ein wichtiger sozialer Treffpunkt. Besonders die Schulspeisung prägte die Erinnerungen vieler ehemaliger Schüler der umliegenden Schulen. Das Gebäude steht exemplarisch für die gastronomische Versorgung in DDR-Zeiten und die Transformation nach der Wende.

Lage

Das Gebäude befand sich in Salza am Zuckerweg, in der Nähe der ehemaligen Lenin-Schule und Juri-Gagarin-Schule.

Literatur

Markus Veit, Hans-Peter Wolff: Nordhausen in Graustufen, 1949–1993. Nordhausen 2024.

Einzelnachweise

Susanne Schedwill: Abriss des alten Rewe bewegt Salza. In: nnz-online, 17. Januar 2026.