Zwei weibliche Doktoren vor 90 Jahren: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 10. November 2019, 20:24 Uhr

Textdaten
Autor: Wilhelm Kolbe (?)
Titel: Zwei weibliche „Doktoren“ vor 90 Jahren
Untertitel:
aus: Heimatland. Illustrierte Blätter für die Heimatkunde des Kreises Grafschaft Hohenstein, des Eichsfeldes und der angrenzenden Gebiete
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1905 (Nr. ?)
Verlag:
Drucker:
Erscheinungsort:
Quelle: Scan
Kurzbeschreibung: Über die Ärztin Marianne Heiland
Digitalisat:
Eintrag in der GND: [1]
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Zwei weibliche „Doktoren“ vor 90 Jahren. Heute, da das „Fräulein Doktoren“ von Tag zu Tag mehr in die Mode kommt, wird es von Interesse sein, zu erfahren, daß bereits vor 90 Jahren zwei Damen aus unserer Heimat und zwar Mutter und Tochter, die Doktorwürde erlangt haben. Der Witwe des um die Wende des 18. Jahrhunderts zu Heiligenstadt verstorbenen Regierungsrates Heiland, die sich mit dem späteren Medizinaldirektor Damian von Siebold verheiratete, wurde bereits 1815 von der medizinischen Fakultät der Universität Gießen die Doktorwürde verliehen. Ihre Tochter, Marianne Heiland, promovierte zwei Jahre später bei derselben Fakultät. Diese junge Doktorin war 1791 geboren. Beseelt von dem Wunsche, nach dem Beispiel ihrer Eltern der Menschheit nützlich zu werden, studierte in Göttingen unter Osiander und Langenbeck und erwarb sich 1817 in Gießen die Doktorwürde. Seitdem lebte sie in Darmstadt ihrem Berufe und wurde von vielen hochgestellten Frauen zu Rate gezogen. Unter anderem leistete sie auch bei der Geburt der nachmaligen Königin Viktoria von England hilfreiche Hand. 1829 vermählte sie sich mit dem Oberstabsarzte Heidenreich zu Darmstadt, wo sie 1859 starb.