Vom Ursprung der Frauenbergkirche: Unterschied zwischen den Versionen

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Im 12. Jahrhundert stand auf dem Frauenberg in Nordhausen ein Ritterhof des Reichsvogtes Ruprecht. Jenem Ritter träumte eines Nachts, aus dem Fenster seines Schlafgemaches flögen graue Tauben aus und ein, stiegen hoch in den Himmel hinauf und senkten sich wieder herab bis sie mit einem Mal in der Ferne seinen Blicken entschwanden.
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Im 12. Jahrhundert stand auf dem [[Frauenberg]] in Nordhausen ein Ritterhof des Reichsvogtes Ruprecht. Jenem Ritter träumte eines Nachts, aus dem Fenster seines Schlafgemaches flögen graue Tauben aus und ein, stiegen hoch in den Himmel hinauf und senkten sich wieder herab bis sie mit einem Mal in der Ferne seinen Blicken entschwanden.
  
 
Der hohe Herr war von diesem, seinem nächtlichen Gesicht derart befangen, daß er seinen Beichtvater nach der Bedeutung befragte. Der auf der Burg seinen Dienst verrichtende Geistliche und andere studierte Herren seiner Umgebung erklärten, Ruprecht müsse am Ort ein Jungfrauenkloster stiften. Der Reichsvogt folgte gewissenhaft dieser Ausdeutung seines Traumes und gründete vor dem Jahre 1200 ein Kloster des grauen Ordens der Zisterzienser „Unserer lieben Frauen“. Als Zeugnis für diese Begebenheit kann die Frauenbergkirche angesehen werden, die heute noch an ihrem Platze steht.
 
Der hohe Herr war von diesem, seinem nächtlichen Gesicht derart befangen, daß er seinen Beichtvater nach der Bedeutung befragte. Der auf der Burg seinen Dienst verrichtende Geistliche und andere studierte Herren seiner Umgebung erklärten, Ruprecht müsse am Ort ein Jungfrauenkloster stiften. Der Reichsvogt folgte gewissenhaft dieser Ausdeutung seines Traumes und gründete vor dem Jahre 1200 ein Kloster des grauen Ordens der Zisterzienser „Unserer lieben Frauen“. Als Zeugnis für diese Begebenheit kann die Frauenbergkirche angesehen werden, die heute noch an ihrem Platze steht.
  
 
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Aktuelle Version vom 10. November 2019, 17:49 Uhr

Im 12. Jahrhundert stand auf dem Frauenberg in Nordhausen ein Ritterhof des Reichsvogtes Ruprecht. Jenem Ritter träumte eines Nachts, aus dem Fenster seines Schlafgemaches flögen graue Tauben aus und ein, stiegen hoch in den Himmel hinauf und senkten sich wieder herab bis sie mit einem Mal in der Ferne seinen Blicken entschwanden.

Der hohe Herr war von diesem, seinem nächtlichen Gesicht derart befangen, daß er seinen Beichtvater nach der Bedeutung befragte. Der auf der Burg seinen Dienst verrichtende Geistliche und andere studierte Herren seiner Umgebung erklärten, Ruprecht müsse am Ort ein Jungfrauenkloster stiften. Der Reichsvogt folgte gewissenhaft dieser Ausdeutung seines Traumes und gründete vor dem Jahre 1200 ein Kloster des grauen Ordens der Zisterzienser „Unserer lieben Frauen“. Als Zeugnis für diese Begebenheit kann die Frauenbergkirche angesehen werden, die heute noch an ihrem Platze steht.