Turnwesen in Nordhausen: Unterschied zwischen den Versionen

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Einen ähnlichen Aufschwung hatte seit 1848, als der Turnverein „Vater Jahn“ entstand, das Turnen der Erwachsenen genommen. Das Turnwesen wurde besonders dadurch gefördert, dass der 1860 von Dr. [[Christian Krenzlin]], Buchdrucker [[Theodor Müller]] und Dr. Triebel gegründete Männerturnverein den Bau einer Turnhalle vorantrieb, deren Gebrauch beiden Turnvereinen zustand. Auch die Schüler hatten diese mehrmals erweiterte und verbesserte Turnhalle (neben dem [[Schützenhaus]]) regelmäßig benutzt, und so reichte die Größe durch die wachsende Schülerzahl bald nicht mehr aus.
 
Einen ähnlichen Aufschwung hatte seit 1848, als der Turnverein „Vater Jahn“ entstand, das Turnen der Erwachsenen genommen. Das Turnwesen wurde besonders dadurch gefördert, dass der 1860 von Dr. [[Christian Krenzlin]], Buchdrucker [[Theodor Müller]] und Dr. Triebel gegründete Männerturnverein den Bau einer Turnhalle vorantrieb, deren Gebrauch beiden Turnvereinen zustand. Auch die Schüler hatten diese mehrmals erweiterte und verbesserte Turnhalle (neben dem [[Schützenhaus]]) regelmäßig benutzt, und so reichte die Größe durch die wachsende Schülerzahl bald nicht mehr aus.
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Aktuelle Version vom 3. Dezember 2019, 16:55 Uhr

Zeichnung „Turner im Gehege (1817)“ im Historischen Bilderbuch

Das Turnen wurde 1817 durch den Turnlehrer Johann Carl Friedrich Salomon, einen Schüler Friedrich Ludwig Jahns, in Nordhausen eingeführt. Das Gehegeplateau war der erste Turnplatz.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Turnen in Nordhausen erstreckte sich zunächst nur auf die Schüler des Gymnasiums. Als im Jahre 1819 mit der „Turnsperre“ die Verfolgung der Turnbewegung begann, wurde die Schließung des Platzes und der Abbruch der Turngerätschaften im Gehege angeordnet. Der öffentliche Turnunterricht ruhte über 20 Jahre. In dieser Zeit gab es Privatunterricht, der seit 1831 in der Erziehungsanstalt des Dr. John und seit 1834 durch Dr. Rothmaler einzelnen Schülern des Gymnasiums erteilt wurde.

Ab 1842, nachdem auf Befehl des Königs Friedrich Wilhelm IV. das Turnen bei allen höheren Anstalten wieder eingeführt und obligatorisch gemacht worden war, nahm sowohl am Gymnasium wie an der Realschule der regelmäßige öffentliche Turnunterricht wieder seinen Anfang. Bei dieser Gelegenheit schenkte Jahn ein Exemplar seines Turnbuchs „der Bücherei des hiesigen Gymnasiums mit dem Wunsche, daß nie wieder eine Turnsperre eintrete“.

Das 1952 eingeweihte Jahndenkmal am Gehegeplatz

Als Turnplätze dienten nacheinander:

  • eine Wiese am Roßmannsbach neben der Halle'schen Chaussee,
  • ab 1833 der Hammerrasen, hierauf ein Teil des Stadtgrabens bei der Realschule,
  • der Rasen jenseits der Zorge zwischen dem Sundhäuser- und Siechen-Tor („Saugrube“ genannt),
  • der Stadtgraben gegenüber dem Gerichtsgebäude.

Später turnten auch die Zöglinge der Knaben-Bürgerschule und der höheren Töchterschule, und seit den 1860/70er Jahren die ganze männliche und weibliche Jugend der Stadt.

Einen ähnlichen Aufschwung hatte seit 1848, als der Turnverein „Vater Jahn“ entstand, das Turnen der Erwachsenen genommen. Das Turnwesen wurde besonders dadurch gefördert, dass der 1860 von Dr. Christian Krenzlin, Buchdrucker Theodor Müller und Dr. Triebel gegründete Männerturnverein den Bau einer Turnhalle vorantrieb, deren Gebrauch beiden Turnvereinen zustand. Auch die Schüler hatten diese mehrmals erweiterte und verbesserte Turnhalle (neben dem Schützenhaus) regelmäßig benutzt, und so reichte die Größe durch die wachsende Schülerzahl bald nicht mehr aus.

Siehe auch[Bearbeiten]