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Eine für 13 Uhr geplante Demonstration konnte nicht durchgeführt werden, weil Volkspolizei und Rote Armee die Werktore abriegelten. Die Werkangehörigen wurden nun aufgefordert, an ihre Werkstatt zurückzukehren oder sich in ihre Wohnungen zu begeben. Daraufhin gingen die Arbeiter in ihre Abteilungen zurück. Das ganze Schlepperwerk blieb unter Kontrolle der Polizei und Militärs.
Zum Höhepunkt der Streibgewegung kam es am 18. Juni, als 1600 Menschen im Abus Maschinenbau (400 Streikende), im VEB Ausrüstungen (ehemals Gebhardt & Koenig, 100 Streikende) und im IFA Schlepperwerke die Arbeit niederlegten. Die Polizei brachte vorsorglich das Elektrizitäts-, Gas- und Wasserwerk, die Post und die [[Talsperre NeustatdNeustadt]] unter Kontrolle.
In Nordhausen wurde der Ausnahmezustand erklärt. Neben den Hundertschaften der Volkspolizei (mit MfS) waren auch 48 Freiwillige Helfer der Volkspolizei im Einsatz. Enge Zusammenarbeit gab es mit den sowjetischen Einheiten. Obwohl am 17. Juni ab 6 Uhr der Schießbefehl erteilt wurde, vermied man offene Konfrontationen; Verhaftungen erfolgten meist verdeckt. In der ganzen Stadt wurden Plakate des Chefs der sowjetischen Garnison angeschlagen, der den Ausnahmezustand erklärte.
Die Streibewegung in Nordhausen brach innerhalb von zwei Tagen zusammen.
 
== Literatur ==
* [[Rainer Hellberg]], [[Fritz Schmalz]]: ''[[Der 17. Juni 1953 in Nordhausen]]''. Nordhausen: le Petit, 2007.
[[Kategorie:Geschichte]]
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