Reichsburg Nordhausen

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Die Reichsburg Nordhausen befand sich auf dem Gelände des Nordhäuser Doms. Von den Bauten der ottonischen Burg und Pfalz ist nichts erhalten geblieben. Auch liegen keinerlei archäologische Befunde vor.

Lage[Bearbeiten]

Königin Mathilde mit ihrem Sohn Heinrich auf der Reichsburg (Zeichnung von Fritz Teichmüller, 1927)

Die von Friedrich Stolberg im Jahr 1968 vertretene Lokalisierung[1] der Reichsburg im Bereich Ritter-/Königshof-Straße, also rund 300 Meter südsüdöstlich des Doms, ist mit den schriftlichen Quellen nicht zu vereinbaren. Auch die Annahme von Hans Silberborth[2], die Herrscher hätten im königlichen Wirtschaftshof am „Königshof“ residiert, wurde inzwischen verworfen. Michael Gockel lokalisiert die Reichsburg und der mit dieser seit dem 10. Jahrhundert räumlich eng verbundenen Pfalz auf dem Gelände des Doms.[3]

Die Burganlage hatte eine prägnante Terrassenrandlage mit einem westlich gelegenen, etwa 16 Meter hohen Steilabfall. Einen natürlichen Schutz bot auch das im Norden und Süden gelegene Zorgetal mit der herabfürenden Senke. Östlich ging die Anlage in das Hochplateau über.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach der Zerstörung der Reichsburg wurde ein Wiederaufbau verhindert und das nunmehr als curia Cesaris bezeichnete Burggelände mit Wohngebäu­den besetzt.

Bis auf Adolf von Nassau (1295) nahm kein römisch-deutscher König mehr Quartier in Nordhausen.[4]

Externe Verweise[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Friedrich Stolberg: Befestigungsanlagen im und am Harz von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit. Ein Handbuch (= Forschungen und Quellen zur Geschichte des Harzgebietes ; 9). Hildesheim: Lax, 1968. Seite 271.
  2. Hans Silberborth: Geschichte der Freien Reichsstadt Nordhausen, Seite 13.
  3. Die deutschen Königspfalzen (Band 2, Thüringen). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1986. Seite 333.
  4. Am 1. Januar 1295, auf dem Wege von Leipzig (19. Dezember 1294 ) nach Mühlhausen (8. Janaur 1295).