Moritz August Wessely: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Moritz August Wessely''' (geb. 15. Oktober 1800 in Bleicherode; gest. 7. März 1850 in Nordhausen) war Arzt.
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== Leben ==
 
== Leben ==

Aktuelle Version vom 10. November 2019, 17:40 Uhr

Moritz August Wessely
[[Bild:|220px|Moritz August Wessely]]
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geb. 15. Oktober 1800 in Blericherode
gest. 7. März 1850 in Nordhausen
Arzt
GND-Nummer 124176240
DNB: Datensatz

Moritz August Wessely (geb. 15. Oktober 1800 in Bleicherode; gest. 7. März 1850 in Nordhausen) war Arzt.

Leben[Bearbeiten]

Wessely wurde als Sohn des Arztes Naphataly Wessely in Bleicherode geboren. Er war Großneffe des berühmten jüdischen Gelehrten und Dichters Hartwig Naphthali Wessely.

Er studierte in Halle und Göttingen, wo Wessely 1823 mit der Inauural-Abhandlung „Diss. sistens icteri gravioris observationem singularem“ die Doktorwürde erhielt. Danach lebte er fünf Jahre in Paris, wo er sich besonders unter Civiale in der operativen Technik zur Behandlung von Steinleiden ausbildete. Anschließend kehrte er nach Deutschland zurück, absolvirte das Staatsexamen in Berlin und ließ sich als Arzt zunächst in Bleicherode, später in Nordhausen nieder. Tortz mehrfacher Berufungen blieb er in der Stadt und trat zum Christentum über.

Moritz August Wessely galt als ein scharfsinniger Beobachter und tüchtiger, besonders als Chirurg und Steinoperateur geschätzter Arzt. 1848 übernahm er an Stelle des durch seine parlamentarische Tätigkeit in Frankfurt abgehaltenen Dr. W. Hoffbauer vorübergehend die Redaktion der „Allgemeinen Medicinischen Central-Zeitung“, gründete später selbst ein ähnliches Blatt zusammen mit L. Bloedau unter dem Titel: „Neue Zeitung für Medicin“ und „Medicinal-Reform“, das zu Anfang 1849 ins Leben trat und einen großen Leserkreis fand. Wessely verstarb am 7. März 1850 als herzoglich nassauischer Geheimer Hofrath und königlich preußischer Sanitätsrat.

Ein Sohn von Wessely war der Berliner Sanitätsrath August Hermann Wessely.

Literatur[Bearbeiten]

  • „Wessely, Moritz August“ von Julius Pagel in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 42 (1897), S. 146.