Michael Meyenburg

Michael Meyenburg
Michael MeyenburgBüste am Kunsthaus Meyenburg, enthüllt im September 2016
Meienburg, Michael
Meiemburg, Michael
Meynburgius, Michael
Leyser, Michael
Liser, Michael
geb. um 1491/1492 in Steinau an der Straße
gest. 13. November 1555 in Nordhausen
Jurist, Bürgermeister
GND-Nummer 130378453
DNB: Datensatz

Michael Meyenburg (geb. um 1491/1492 in Steinau an der Straße in Hessen; gest. 13. November 1555 in Nordhausen) war ein Jurist, Humanist, Oberstadtschreiber und Bürgermeister von Nordhausen. Er unterstützte Martin Luther und stand in freundschaftlicher Verbindung zu Justus Jonas und Philipp Melanchthon.

Leben[Bearbeiten]

Lucas Cranach der Jüngere: Im Vordergrund Meyenburg mit Familie, dahinter die Auferweckung des Lazarus sowie Personen der Reformation, u. a. Martin Luther.

Michael Meyenburg (eigentlich Leyser, Liser) wurde 1491 oder 1942 im hessischen Steinau an der Straße geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Mit seiner Mutter zog er in jungen Jahren nach Nordhausen. Ab 1506 studierte er als Michael Morgenberg de Steina Rechtswissenschaften in Erfurt, 1510 erwarb er hier den akademischen Grad eines Bakkalaureus. Ab 1509 ist er als Unterstadtschreiber in Nordhausen nachweisbar.

Um 1521 wandte er sich den Ideen Martin Luthers und der Reformation zu. Seit 1523 bewohnte er das stattliche Haus vor dem Hagen, das wegen seines Schmuckes mit Gemälden berühmter Zeitgenossen eine Sehenswürdigkeit von Nordhausen war. Am 6. Januar 1523 wurde er Oberstadtschreiber oder Syndikus von Nordhausen. 1525 erwarb er das Bürgerrecht in Nordhausen. Er vertrat die freie Reichsstadt auf den Reichstagen 1524 in Speyer, 1535 in Worms, 1541 in Regensburg und 1542 in Speyer. Einer seiner größten Verdienste war, die Stadt unbeschadet durch den Bauernkrieg und der nachfolgenden Fürstenrache zu bringen. Die Reformation wurde unter ihm schnell vollzogen, nur den reichsunmittelbaren Domstift zum Heiligen Kreuz unter Melchior von Aachen konnte er nicht säkularisieren. Meyenburg vermied zunächst ein offenes Bekenntnis der Stadt, die erst 1531 dem Schmalkaldischen Bund beitrat. Durch Ratsdekrete verschärfte er die Judengesetzgebung. Nach einem Überfall auf einer Reise erwirkte er einen kaiserlichen Schutzbrief und führte ab 1542 ein Wappen. Im Jahr 1545 wurde er zum Ratsherren gewählt und zählte zu den einflußreichsten Persönlichkeiten der Stadt. Von 1547 bis 1553 war er Bürgermeister von Nordhausen. Im Frühjahr 1555 erkrankte er nach eine Reise schwer und verstarb am 13. November 1555 in Nordhausen.

Familie[Bearbeiten]

  • erste Ehe mit Ursula Lachenper aus Gotha, verstab 1529.
  • zweite Ehe 1529 mit Anna, Tochter des Mansfelder Hüttenherrn Johann Reinecke, eines Jugendfreundes Martin Luthers.
  • Söhne: Christoph und Michael Aeneas

Ehrungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Externe Verweise[Bearbeiten]