Kleingärtnerverein "Am Roßmannsbach"

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Der Kleingärtnerverein „Am Roßmannsbach“ e. V. ist einer von 42 Vereinen des Kreisverbandes der Gartenfreunde e.V. Nordhausen. Die Anlage liegt am östlichen Stadtrand und ist von der Leimbacher Straße aus über die Karl-Meyer-Straße zu erreichen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Kleingartenanlage wurde im Jahr 1934 als „neue Anlage 15“ des „Schrebergartenvereins Nordhausen e. V.“ gegründet. Schon davor gab es die Anlagen 6 und 15 am Darrweg, die wegen Vergrößerung des Flugplatzes aufgelöst werden mussten. Am Roßmannsbach erhielt man Ersatzland durch die Stadtverwaltung. Sie hatte dem Schrebergartenverein 33.000 ℛℳ Entschädigung zu zahlen und außerdem fünf Jahre Pachterlass zu gewähren.

Die 56.912 m² große Fläche wurde in 141 Parzellen mit Haupt- und Nebenwegen aufgeteilt. Das Gießwasser musste zunächst vom nahen Roßmannsbach geholt werden, bis man einen eigenen Brunnen bohren konnte. Dieser nunmehr historische Brunnen wird heute nicht mehr genutzt und wurde restauriert. Er gilt neben den grünen Rasenwegen als ein Schmuckstück, der im Einklang mit dem Bundeskleingartengesetz bewirtschafteten Anlage steht. Bereits im Jahre 1938 gab es Wettbewerbe um den schönsten Kleingarten, den Gartenfreund Karl Müller vom Roßmannsbach als Bester aus 17 Anlagen gewann und vom „Reichsbund der Kleingärtner“ prämiert wurde.

1945 wurde die Anlage durch die Luftangriffe auf Nordhausen vom 3. und 4.April 1945 stark beschädigt. Wegen des großen Bedarfs wurde die Anlage 1946 um 48 Parzellen erweitert.

1965 war die Anlage eine von 22 Anlagen der Großsparte „Dahlie“ des VKSK Nordhausen. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es nur einen einzigen Vorstand und in den Anlagen nur jeweils einen Obmann, der mit seinen Aufgaben oft überfordert war. Ab 1. Januar 1966 wurden die Anlagen selbstständig, indem sie nun eigene Vorstände wählten, aber im Kreisverband des VKSK Nordhausen verblieb.

In den Jahren 1965 bis 1967 wurde das Vereinsheim mit 80 Sitzplätzen in Eigenleistung erbaut. Zur Verbesserung der Wasserversorgung wurde 1969 ein Brunnen mit 35 m Tiefe gebohrt und ein Wasserkessel mit einem Speichervermögen von 6 m² aufgestellt.

1972 wurde das Vereinsheim durch Anbau eines Schankraumes, einer Küche sowie Toiletten und einer Klärgrube so hergerichtet, dass ein öffentlicher Gaststättenbetrieb möglich wurde.

1974 wurde die Anlage zum staatlich anerkannten Naherholungsgebiet ernannt.

1983 bis 1986 wurde in Eigenleistung die gesamte Anlage an das Stromnetz angeschlossen. Dazu wurden 2757 Gemeinschaftsstunden geleistet und ein einmaliger Betrag von 300 Mark/Parzelle erhoben. Insgesamt bewirtschaftet man jetzt eine Fläche von ca. 7,35 ha mit 191 Parzellen.

Unter der Nr. 71 wurde der Verein am 13. August 1990 beim Amtsgericht Nordhausen in das Vereinsregister eingetragen.