Bleicherode im 7jährigen Kriege: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 9. November 2019, 20:49 Uhr

Textdaten
Autor: F. Kunze
Titel: Bleicherode im 7jährigen Kriege
Untertitel:
aus: Heimatland. Illustrierte Blätter für die Heimatkunde des Kreises Grafschaft Hohenstein, des Eichsfeldes und der angrenzenden Gebiete
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1904 (Nr. 3)
Verlag:
Drucker:
Erscheinungsort:
Quelle: Scan
Kurzbeschreibung:
Digitalisat:
Eintrag in der GND: [1]
Bild
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Bleicherode im 7jährigen Kriege.


Mitgeteilt von F. Kunze, Suhl.


 Die folgenden aus der Mitte des 18. Jahrhunderts entstammenden Nachrichten liefern einen interessanten Beitrag zur Geschichte der Stadt Bleicherode; der deshalb besonders wertvoll ist, weil die Stadt äußerst arm au urkundlichem Material ist.

 Die Aufzeichnungen haben nachstehenden Wortlaut:

 „Anno 1756 im Monath September ging zischen Ihre Königliche Majestät von Preußen und dem Kaiser wie auch Kaiserin von Rußland und sämmtlichen reichs Fürsten der 7 jährige Land verderbliche Krieg an und hat gewähret bis 1763. Anno 1757 d. 12. August ist die Frantzösische Armee bei Göttingen über den Weserfluß bei zweimahlhunderttausend Mann eingedrungen. (Im Herbste dieses Jahres rückten nämlich die Franzosen, von Kassel und Göttingen kommend, über das Eichsfeld „nach Sachsen", von wo aus sie sich dann „nach der unglücklichen Schlacht bei Roßbach am 5. November in großer Menge und nach großer Unordnung wieder zurückzogen, (cfr. Wolf, Gesch. des Eichsf. Bd, II. S. 197) Vor der der Schlacht bei Roßbach haben sie jedoch erst das Eichsfeld und die Grafschaft Hohnstein verwüstend und brandschatzend heimgesucht.)

 Anno 1757 d. 2. Oktober als den 17. Sonntag nach Trinitatis hatten wir zu Bleicherode die erste Kriegsenipfindung, in dem wir von dem Fiscker'sche» Freikorps von 2200 Mann Plötzlich überfallen worden und 9 Tage alles aufgezehrt und hat ihm die Stadt müssen 4000 Thlr Brandschatzung geben und einen großen Schaden gethan.