Altendorfer Kirchgasse 3: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Haus '''Altendorfer Kirchgasse 3''' ist eines der ältesten Fachwerkbauten der Stadt Nordhausen. Es gehörte ursprünglich zum Altendorfer Zisterzienser Nonnenkloster. Der unter dem Gebäude liegende rechteckige tonnengewölbte Keller stammt aus der Zeit um 1230. Die enge und regelmäßige Stellung der Ständer, die großzügige Verwendung der Verstrebungen und die am Knaggen gestützte weite Ausladung der Dachbalkenlage deutet auf eine Erbauungszeit dieser Hausfassade zwischen 1400 und 1419 hin.  
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[[File:Nordhausen, Altendorfer Kirchgasse 3 20170510 002.jpg|thumb|Altendorfer Kirchgasse 3 (2017)]]
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[[File:Nordhausen, Altendorfer Kirchgasse 3 20170510 003.jpg|thumb|Eingangstür (2017)]]
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[[Datei:Wohnhaus Altendorfer Kirchgasse 3 in Nordhausen - Abb. 2.jpg|thumb|Hofseite (1938)]]
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Das zweigeschossige Haus '''Altendorfer Kirchgasse 3''' ist eines der ältesten Fachwerkbauten der Stadt Nordhausen. Es gehörte ursprünglich zum Altendorfer Zisterzienser Nonnenkloster.  
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Der unter dem Gebäude liegende rechteckige tonnengewölbte Keller stammt aus der Zeit um 1230. Die enge und regelmäßige Stellung der Ständer, die großzügige Verwendung der Verstrebungen und die am Knaggen gestützte weite Ausladung der Dachbalkenlage deutet auf eine Erbauungszeit dieser Hausfassade zwischen 1400 und 1419 hin.  
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{{Zitat|Das nächstälteste Fachwerk Nordhausens, Altendorfer Kirchgasse 3 mag (...) um 1370 entstammen. Es zeigt bereits die Grundzüge des entwickelten gotischen Fachwerkhauses: Enge, regelmäßige Pfostenstellung, verstrebt und verriegelt, dazu ein regelrechtes über Bügen auskragendes Dachgebälk mit eingezapften Sparren. Altertümlich, an den Urtyp anklingend ist aber noch die Ausführung insofern, als, wie bei dem Frauenberger Kreuzgangflügel der Fall, noch keine Rücksicht auf die innere Geschoßteilung genommen ist. Die Pfosten schießen von Schwelle zu Rahmen durch, die Zwischendeckbalken sind innen eingezapft, der Einraum klingt nach! Es ist diese als „Ständebau“ auch andererorten erhaltene Bauweise nicht mehr etwas allzu Ungewöhnliches...|[[Friedrich Stolberg]]}}
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== Literatur ==
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* [[Friedrich Stolberg]]: ''[[Ein Fachwerkbau des 13. Jahrhunderts in Nordhausen am Harz und seine Beziehung zum germanischen Urbild]]'', 1938.
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== Externe Verweise ==
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[[Kategorie:Bauwerk]]
 
[[Kategorie:Bauwerk]]

Aktuelle Version vom 16. Juli 2019, 16:04 Uhr

Altendorfer Kirchgasse 3 (2017)
Eingangstür (2017)
Hofseite (1938)

Das zweigeschossige Haus Altendorfer Kirchgasse 3 ist eines der ältesten Fachwerkbauten der Stadt Nordhausen. Es gehörte ursprünglich zum Altendorfer Zisterzienser Nonnenkloster.

Der unter dem Gebäude liegende rechteckige tonnengewölbte Keller stammt aus der Zeit um 1230. Die enge und regelmäßige Stellung der Ständer, die großzügige Verwendung der Verstrebungen und die am Knaggen gestützte weite Ausladung der Dachbalkenlage deutet auf eine Erbauungszeit dieser Hausfassade zwischen 1400 und 1419 hin.

Zitat Das nächstälteste Fachwerk Nordhausens, Altendorfer Kirchgasse 3 mag (...) um 1370 entstammen. Es zeigt bereits die Grundzüge des entwickelten gotischen Fachwerkhauses: Enge, regelmäßige Pfostenstellung, verstrebt und verriegelt, dazu ein regelrechtes über Bügen auskragendes Dachgebälk mit eingezapften Sparren. Altertümlich, an den Urtyp anklingend ist aber noch die Ausführung insofern, als, wie bei dem Frauenberger Kreuzgangflügel der Fall, noch keine Rücksicht auf die innere Geschoßteilung genommen ist. Die Pfosten schießen von Schwelle zu Rahmen durch, die Zwischendeckbalken sind innen eingezapft, der Einraum klingt nach! Es ist diese als „Ständebau“ auch andererorten erhaltene Bauweise nicht mehr etwas allzu Ungewöhnliches... Zitat
                    — Friedrich Stolberg

Literatur[Bearbeiten]

Externe Verweise[Bearbeiten]

 Commons: Altendorfer Kirchgasse 3 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien