Nordhausen – Luftbild-Atlas 1935–1945

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Nordhausen – Luftbild-Atlas 1935–1945
Nordhausen – Luftbild-Atlas 1935–1945 (Cover)
Untertitel [mit US-Aufklärungsflügen vor und nach den Bombenangriffen am 3. und 4. April 1945]
Herausgeber Harald Rockstuhl
Verlag Bad Langensalza : Verlag Rockstuhl
Erscheinungsjahr 2017
Umfang 60 Seiten : Illustrationen
ISBN 978-3959662833
Netzpräsenz Buch bei Amazon
Crystal Clear action apply.png Im Bestand der Stadtbibliothek Nordhausen.
Stand: 22. August 2017

Nordhausen – Luftbild-Atlas 1935–1945 ist ein im Oktober 2017 von Harald Rockstuhl herausgegebener Bildband mit Luftaufnahmen von Nordhausen aus dem Jahr 1935 sowie Aufnahmen kurz vor und nach den Luftangriffen auf Nordhausen 1945.

Vorwort[Bearbeiten]

Mit diesem Buch liegt Ihnen ein Luftbildatlas der Stadt Nordhausen für die Jahre 1935 bis 1945 vor. Dabei ging es nicht um eine vollständige Darstellung. Dazu bräuchte man wohl mehrere Bände. Das Buch zeigt Nordhausen vor und nach den zahlreichen Bombenangriffen bis zur Zerstörung 1945.

Die meisten Luftbilder vor dem Zweiten Weltkrieg machten private Unternehmen. Von diesen kauften die örtlichen Buch-, Papier-, Kunst- und Schreibwarenhandlungen die Ansichtskarten auf - und vertrieben sie. In diesem Buch habe ich als Auswahl Luftbilder des Verlages der Graph. Kunst- u. Verlagsanstalt A. Weber & Co. aus Stuttgart, des Verlages Helff und Stein, Leipzig /Innsbruck sowie der Hansa- Luftbild genommen. Letztgenannte Firma wurde 1923 als Aero Lloyd Luftbild-Gesellschaft in Berlin gegründet. Drei Jahre später – 1926 – von der Lufthansa AG übernommen und in Hansa Luftbild umbenannt.

Etwa ab 1933 trugen die Ansichtskarten die Aufschrift „Freigegeben durch Prüfstelle des R.L.M. “ oder ähnlich. Am 2. Februar 1933 wurde die Verordnung über den Reichskommissar für die Luftfahrt erlassen, dazu kam auch recht bald jene Prüfstelle.

Beleuchten wir die Zusammenhänge zwischen den Bombenangriffen und der US-Luftaufldärung dazu. Welche Bombenangriffe wurden auf Nordhausen geflogen? Bei einem Nachtangriff vom 25. August zum 26. August 1940 wurde der Nordhäuser Flugplatz von zwei Bombern erstmals angegriffen. Weitere Angriffe kamen am 12. April 1944 und am 4. Juli 1944 hinzu. Am 22. Februar 1945 nahmen 30 US-amerikanische Bomber den Verschiebebahnhof ins Visier. Getroffen wurde aber die Unterstadt. Dabei starben 40 Menschen. Die Zerstörung eines großen Teils der Stadt erfolgte dann am 3. und 4. April 1945 durch zwei britische Luftangriffe. Dabei starben 8.800 Menschen und über 20.000 wurden obdachlos. Mehr dazu von Walter Geiger in „Nordhausen im Bombenvisier. Zum Luftkriegsschicksal einer mitteldeutschen Stadt 1940-1945“. Nordhausen, Verlag Neukirchner, 2000.

Zahlreiche US-Aufklärungsflüge fanden 1944 und 1945 über Nordhausen statt, heute einmalige Dokumente. Bekannt sind Flüge am 24. Februar 1944, am 12. und 30. Mai 1944, am 12. und 13. September 1944, am 6. Oktober, am 26. und 29. Dezember 1944. Im Jahr 1945 erfolgten Aufklärungsflüge am 22. und 25. März 1945, am 8. sowie am 10. April 1945. Ein großer Teil der Flüge bereiteten die oben genannten Bombenangriffe vor. Die Aufnahmen am 8. und 10. April 1945 sorgten für eine genaue Aufklärung des Angriffes der 104. US-lnfanterie-Division am 11.April 1945 auf Nordhausen, welche die Stadt noch am gleichen Tag einnahm. Mehr dazu von Jürgen Möller in „Kampf um den Harz April 1945“ Bad Langensalza, Verlag Rockstuhl, 2016.

Nach der Einnahme von Nordhausen folgten dann US-Auswertungsflüge am 11.Mai 1945. Obwohl am 2. Juli 1945 Nordhausen von der amerikanischen Besatzungsmacht an die Rote Armee übergeben wurde, erfolgten am 19. Juli 1945 sowie am 22. Juli 1945 weitere US-Auswertungsflüge über der Stadt. Sowjetische Flugzeuge fotografierten erst 1953 nahezu ganz Thüringen, dabei auch Nordhausen. Das ist aber schon ein anderes Kapitel.

Die US-Aufnahmen erhielt ich vom Thüringer Landesamt für Vermessung und Geoinformation und verwende diese gemäß der „Datenlizenz Deutschland - Namensnennung - Version 2.0“ (www.govdata.de/dl-de/by-2-0).

Herbst 2017     Harald Rockstuhl

Externe Verweise[Bearbeiten]